Aufruf Pariser Restaurants und Bars

Reaktion auf Umsatzeinbruch in Pariser Gastronomie Mit Feiern ein Zeichen setzen

Stand: 17.11.2015 15:47 Uhr

Die Terroranschläge in Paris treffen ganz direkt die dortige Gastronomie. Die zuständige Gewerkschaft berichtet von massiven Umsatzeinbrüchen. Um dem Trend zu begegnen - und um ein Zeichen zu setzen - haben Bars und Restaurants für heute dazu aufgerufen, auszugehen und zu feiern.

Auch Tage nach den Terrorattacken ist Paris noch weit entfernt von jeder Normalität. Und das spüren natürlich auch die Betreiber von Hotels und Restaurants in der französischen Hauptstadt. Die Umsätze gehen seit dem Wochenende drastisch zurück, heißt es.

Um diesem Abwärtstrend zu begegnen - und um ein Zeichen zu setzen - rufen mehrere Bars, Cafés und Restaurants jetzt die Pariser dazu auf, am Abend auszugehen und so ein Zeichen zu setzen. Unter dem Motto "Tous au bistrot" (Alle ins Bistro) sollen die Menschen heute in den Lokalen zusammenkommen um zu feiern - aber auch, um der Opfer zu gedenken. Um 21:00 Uhr wird es eine Schweigeminute geben. Ziel sei es, die Opfer zu würdigen und sich nicht der Angst zu unterwerfen. "Lasst uns trotz Tränen singen", heißt es in einem Aufruf der Initiative.

Gewerkschaft spricht von "drastischen Einbußen"

Glaubt man den Angaben der zuständigen Gewerkschaften, ist die Situation für Hotels und Restaurants in Paris durchaus ernst: Der Hotelverband spricht von einer "Welle von Stornierungen" und "gravierenden Folgen" für die Branche. Und auch in der Gastronomie sei der Rückgang "drastisch", sagt Didier Chenet, Chef der Gewerkschaft der Hoteliers, Gastronomen, Cafébesitzer und Caterer. Die Umsätze seien am Wochenende um rund 60 Prozent gefallen.

Anders stellt es das Hotelbuchungsportal HRS dar: Nach zahlreichen Stornierungen am Wochenende sei die Quote jetzt auf ein Normalmaß von 20 Prozent zurückgegangen. Ähnlich äußerte sich der Reiseveranstalter TUI. Und die beiden größten deutschen Fluggesellschaften, Lufthansa und Airberlin, berichten, dass nur sehr wenige Passagiere das Angebot kostenloser Umbuchungen in Anspruch genommen hätten,

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