Soldaten vor dem Louvre | Bildquelle: AP

Angriff vor dem Louvre Terrorverdächtiger bestreitet IS-Verbindung

Stand: 09.02.2017 13:55 Uhr

Er habe ohne Auftrag des IS gehandelt: Diese Aussage hat der Terrorverdächtige vom Louvre offenbar im Verhör gemacht. Das berichten mehrere Medien. Auch sei es ihm nur um eine symbolische Aktion gegen Frankreich gegangen.

Der Macheten-Angreifer vom Pariser Louvre hat offenbar bestritten, dass er Soldaten angreifen wollte. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Ermittler. Auch habe der 29-jährige Ägypter Verbindungen zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zurückgewiesen.

Im Verhör habe der Mann demnach behauptet, dass er am vergangenen Freitag ein Symbol Frankreichs angreifen und Kunstwerke mit Spraydosen beschmieren wollte. Diese waren nach seiner Festsetzung in seinem Rucksack gefunden worden. Als Grund für seinen Plan nannte er die internationalen Luftangriffe in Syrien.

Polizei patrouilliert nach einem Macheten-Angriff vorm Louvre in Paris. | Bildquelle: AP
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Nach dem Macheten-Angriff wurden die Sicherheitsmaßnahmen vor dem Louvre erheblich verstärkt.

Aussagen verblüffen Ermittler

Die Macheten hatte er nach eigenen Angaben nur bei sich, um jene abzuschrecken, die ihn von seinem Vorhaben abhalten wollten - allerdings steht diese Darstellung im Widerspruch zum Ablauf des Angriffs.

Der mit zwei Macheten bewaffnete Angreifer hatte am vergangenen Freitag mehrere Soldaten in einer an das Louvre-Museum angrenzenden Einkaufsgalerie attackiert. Er schrie dabei "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") und verletzte einen Soldaten leicht, bevor ein anderer Soldat ihn mit Schüssen außer Gefecht setzte.

Weiter soll der Ägypter angegeben haben, aus eigenem Antrieb und ohne einen Auftrag des IS gehandelt zu haben. Die Behörden sehen aber zumindest in der Argumentation des Mannes und im Verweis auf den Syrien-Krieg eine ideelle Nähe des Mannes zu der Dschihadistenmiliz.

Tatort zuvor besucht

Laut einem Medienbericht hatte der Angreifer fünf Tage vor der Attacke an einer Museumsführung im Louvre teilgenommen. Ein Museumsführer habe den Mann wiedererkannt, schrieb die Tageszeitung "Le Parisien". Der Ägypter habe interessiert, sympathisch und "wirklich unverdächtig" gewirkt.

Der 29-Jährige war Ende Januar mit einem Touristenvisum aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Paris geflogen.

Angriff am Louvre
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.02.2017, Matthias Werth, ARD Paris

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 03. Februar 2017 um 21:45 Uhr.

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