Kommentar

Terror in Paris "Ihr Killer kriegt uns nicht klein"

Stand: 15.11.2015 00:26 Uhr

Der Horror kann sich wiederholen, damit müssen wir leben, meint Sonia Seymour Mikich in den tagesthemen. Gegenüber den Terroristen dürfen wir nicht sprachlos bleiben. "Ich will, dass wir das letzte Wort haben, nicht den letzten Schuss feuern."

Demokratien sind verwundbar, Terroristen wissen das. Konzerthallen, Restaurants, Boulevards - bleiben ihre weichen Ziele. Wir müssen damit leben, dass der Horror sich wiederholen kann. Und Deutschland bislang nur Glück gehabt hat. Kein Sicherheitsdienst kann uns vollständig schützen.

Nichts wird so sein wie vorher, aber jetzt erst recht: nicht sprachlos bleiben, nicht in Angst erstarren! Nach der feigen Hinrichtung des Teams von "Charlie Hebdo" hieß damals die Antwort in Paris: unterhaken, Widerstand zeigen! Ein guter Reflex. Ihr Killer kriegt uns nicht klein.

Denn: Was macht uns aus? Nicht Totalüberwachung, geschlossene Grenzen, Kriegsrhetorik. Sondern Offenheit, Vernunft, Freundlichkeit. Gleichheit aller vor dem Recht. Das ist nicht blabla, das formt unseren Alltag, unsere Beziehungen. DNA der Zivilgesellschaft.

Vernunft möge die Politik leiten

Ich hoffe, fordere: dass Regierungen nicht überreagieren, dass die üblichen Hetzer von rechts einfach einmal schweigen - ob sie Le Pen oder "Pegida" heißen. Dass diese Kriegserklärung vom IS keine panischen Reflexe gegenüber Flüchtlingen auslöst. Vernunft, nicht Misstrauen möge die Politik leiten. Auch wenn ich die Wut, das Bedürfnis, etwas zu tun, selber spüre.

Ja, wir weinen mit Paris um die Opfer. Wir weinen auch mit vielen, die vor den Barbaren von IS und Assad fliehen mussten. Aber ich will nicht irgendwann weinen um den Verlust unserer Werte, unseres Europas. Ich will, dass wir - die Kinder der Aufklärung - das letzte Wort haben. Nicht den letzten Schuss feuern.

Der Kommentar von Sonia Seymour Mikich, WDR
tagesthemen 22:00 Uhr, 14.11.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder.

Darstellung: