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Zum Ende seiner Frankreich-Reise hat Papst Benedikt XVI. mit deutlichen Worten die konservative Haltung der katholischen Kirche bestärkt. Vor der französischen Bischofskonferenz im Wallfahrtsort Lourdes bezog er Stellung gegen Scheidungen und "irreguläre Verbindungen".
Von Stefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom, zzt. in Lourdes
[Bildunterschrift: In Lourdes bekräftigte der Papst die konservative Haltung der katholischen Kirche. ]
Es war eine Grundsatzrede vor der französischen Bischofskonferenz und die Botschaft dürfte viele Katholiken enttäuschen. Auch viele, die Papst Benedikt XVI. auch in Lourdes noch einmal begeistert zugejubelt haben. Benedikts Botschaft an die katholische Welt lautet: Die katholische Kirche bleibt in allen Punkten bei ihrer harten und konservativen Haltung.
So bekräftigte der Papst in Lourdes den Widerstand Roms gegen Ehescheidungen. Er kritisierte außerdem die Gesetzgebung mehrerer Länder. Diese Gesetze dienten eher der Anpassung an die Sitten oder Bedürfnisse der Einzelnen als dem Wohl der Gesellschaft, so Benedikt XVI.
Die Kirche wird außerdem auch weiterhin uneheliche Gemeinschaften ablehnen. Der Papst sagte, Bestrebungen, "irreguläre Vereinigungen" zu segnen, könne man nicht zulassen. Das heißt: Sogenannten Homo-Ehen bleibt der kirchliche Segen untersagt.
Weiter sprach sich der Papst erneut gegen die Zulassung Wiederverheirateter zum Abendmahl aus und er verteidigte die umstrittene Aufwertung der lateinischen Messe nach altem tridentinischen Ritus. Gegen deren Wiedereinführung vor rund einem Jahr hatte es, nicht nur in Frankreich, starken Widerstand gegeben.
Der Papst beendet seine Frankreich-Reise also mit einer klaren Botschaft, nachdem er bisher eher mahnende und ermunternde Worte gefunden hatte. Benedikt der XVI. feiert am Montag in Lourdes noch eine Messe für Kranke, deren Pfleger und Ärzte. Anschließend kehrt er in den Vatikan zurück.
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