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Papst Benedikt XVI. im Libanon

Benedikt XVI. beendet Libanon-Besuch

Papst fleht um Frieden für Syrien

Am letzten Tag seines Besuchs in Libanon hat sich Papst Benedikt XVI. mit einem eindringlichen Appell an die Konfliktparteien im Nachbarland Syrien und an die internationale Staatengemeinschaft gewandt. "Ich rufe alle dazu auf, für den Frieden zu arbeiten", sagte er in Beirut vor Hunderttausenden von Gläubigen. Gott möge den Staaten der Region Staatsführer geben, die "Diener des Friedens seien", sagte er. "Ganz besonders flehen wir um das Geschenk des Friedens für die Einwohner Syriens und der Nachbarländer", fügte er hinzu.

Der Papst appellierte an die Weltgemeinschaft, "gangbare Wege gegen das Dröhnen der Waffen" in Syrien zu finden. Vor allem die arabischen Länder sollten "als Brüder" Lösungen vorschlagen. Er beklagte die anhaltende Gewalt in den Bürgerkriegsland und das "Schreien der Witwen und Waisen". Benedikt XVI. erklärte: "In einer Welt, wo die Gewalt ihren Todes- und Vernichtungszug unaufhörlich ausweitet, ist es eine Dringlichkeit, sich für eine brüderliche Gesellschaft, für den Aufbau der Gemeinschaft einzusetzen."

Benedikt XVI. ruft eindringlich zu Frieden im Nahen Osten auf
tagesschau 20:00 Uhr, 16.09.2012, Susanne Hornberger, ARD Vatikan zzt. Beirut

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"Der Papst vergisst euch nicht"

Er wandte sich auch an die Muslime und die Jugend aus Syrien. "Es ist Zeit, dass Muslime und Christen sich vereinen, um der Gewalt und den Kriegen ein Ende zu setzen", so Benedikt XVI. "Der Papst vergisst euch nicht, vergisst Syrien nicht, er nimmt an euren Leiden Anteil."

Der Gottesdienst in der libanesischen Metropole war der Höhepunkt der dreitägigen Reise des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche. Der Papst legte am letzten Tag des Besuchs auch das Schlussdokument einer Bischofssynode zum Nahen Osten vor. Dies sei eine Richtschnur, den Glauben und die Hoffnung in den christlichen Gemeinden zu stärken.

Papst Benedikt XVI. im Libanon
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Benedikt XVI. besuchte als dritter Papst den Libanon.

Gottesdienst im Libanon
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An dem Gottesdienst mit dem Papst nahmen Hunderttausende Gläubige teil.

Ruf nach neuem Modell der Brüderlichkeit

Nach den anti-westlichen Ausschreitungen der vergangenen Tage in vielen islamischen Ländern machte sich der Papst im Libanon für den Aufbau einer Friedenskultur im Nahen Osten stark. Er forderte ein "neues Modell der Brüderlichkeit" und die Ächtung jedweder Gewalt. Wer Frieden wolle, der müsse auch das Leben verteidigen, hatte er gestern erklärt. Gewalt sei immer ein Angriff auf die menschliche Würde und müsse verbannt werden, sagte er. Benedikt verlangte eine Erziehung zum Frieden und stellte den Libanon dabei als ein Vorbild hin.

Benedikt XVI. ist nach Paul VI. im Jahr 1964 und Johannes Paul II. 1997 das dritte Oberhaupt der katholischen Kirche, das den Libanon besucht.

Bilanz einer päpstlichen Reise
H. M. Ehl, ARD Kairo zzt. Beirut
16.09.2012 19:59 Uhr

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Stand: 16.09.2012 13:19 Uhr

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