Menschen bejubeln den Papst auf der Plaza de la Revolucion in Havanna.  | Bildquelle: dpa

Kubaner feiern den Papst Heilige Messe auf dem Platz der Revolution

Stand: 20.09.2015 23:23 Uhr

Ein begeisterter Empfang für Franziskus: Mehr als 100.000 Kubaner haben mit dem Papst eine Messe gefeiert. In seiner Predigt warnte er vor einer ideologiegetriebenen Politik. Auch den früheren Staatschef Fidel Castro traf er.

Mehr als 100.000 Kubaner haben Papst Franziskus mit Jubel und Sprechchören zu einer Messe auf dem Revolutionsplatz der Hauptstadt Havanna empfangen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche fuhr mit dem Papamobil durch die Reihen.

Die kommunistische Führung hatte offenbar dafür gesorgt, dass auch Parteimitglieder und Staatsangestellte den Platz füllen. Dissidenten hatten kritisiert, dass sie von der Messe ferngehalten werden sollen. Sie fordern vom Papst eine klare Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen.

Papst Franziskus zu Besuch in Kuba
tagesschau 20:00 Uhr, 20.09.2015, Peter Sonnenberg, ARD Mexiko-City, zzt. Havanna

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Papst: Ideologien dienen nicht dem Menschen

In seiner Predigt warnte Franziskus vor einer von Ideologie getriebenen Politik. Er betonte, der Dienst am Menschen dürfe niemals ideologisch sein. "Denn man dient nicht Ideen, sondern man dient den Menschen", sagte er. Er wandte sich zudem gegen die Bevorzugung einiger weniger Privilegierter. Christen seien aufgefordert, "im konkreten Blick auf die Schwächsten ihr Suchen, ihr Streben und ihre Sehnsucht nach Allmacht auszublenden", sagte der 78 Jahre alte Argentinier. Der Horizont Jesu umfasse nicht "nur einige wenige Privilegierte". Er warnte davor, eine "Dynamik der Ausschließung" zu schaffen.

Papst Franziskus und Fidel Castro | Bildquelle: AFP
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Bei seinem Besuch in Kuba traf Papst Franziskus auch den früheren Staatschef Fidel Castro.

Bei seinem Besuch in Kuba traf Papst Franziskus auch den früheren Staatschef Fidel Castro. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sei mit dem 89-jährigen Revolutionsführer in dessen Privathaus zusammengekommen, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Die 30- bis 40-minütige Begegnung habe "in sehr familiärer und informeller Atmosphäre" stattgefunden.

Außerdem traf Papst Franziskus Staatschef Raúl Castro, den jüngeren Bruder Fidels, zu einem Gespräch. An dem Treffen im Palast der Revolution nahmen kubanische Kardinäle und Regierungsbeamte teil, unter ihnen Vizepräsident Miguel Díaz-Canel. Von ihm wird angenommen, dass er nach dem für 2018 angekündigten Rücktritt Castros neuer Präsident Kubas wird.

Mehr als 100.000 Menschen warten auf den Beginn der Messe. | Bildquelle: AFP
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Mehr als 100.000 Menschen warten auf den Beginn der Messe.

Der Papst auf dem Weg zum Altar | Bildquelle: AFP
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Papst Franziskus feiert die Messe auf dem Platz der Revolution.

Papst fordert religiöse Freiheiten

Bei seiner Ankunft in Kuba hatte Papst Franziskus mehr religiöse Freiheiten gefordert. Rund 800 Helfer hatten die Messe vorbereitet, schon im Morgengrauen war der riesige Platz gut gefüllt. Rund 60 Prozent der Kubaner sind katholisch getauft, aber viele praktizieren den Glauben nicht. Eine Besucherin sagte: "Ich bin seit der Kindheit Katholikin. Ich war auch bei den Besuchen von Johannes Paul II. und von Benedikt XVI. hier." Weiter sagte sie: "Wir brauchten den Besuch von Franziskus, damit es hier weitere Veränderungen gibt." Früher sei es gefährlich gewesen, sich zum katholischen Glauben zu bekennen.

Papst Franziskus zu Besuch in Kuba

21.09.2015 08:19 Uhr

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