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Kondome können nach Ansicht von Papst Benedikt XVI. das Aids-Problem nicht lösen. "Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche an Bord seines Flugzeugs auf dem Weg nach Afrika. Die Lösung liege vielmehr in einem "spirituellen und menschlichen Erwachen" und der "Freundschaft für die Leidenden".
[Bildunterschrift: Aidswaisen in einer Schule in Kenia ]
Der Papst traf auf seiner ersten Afrika-Reise am Nachmittag in Kamerun ein. Dort wurde er von Staatspräsident Paul Biya herzlich empfangen. "Ein Christ kann niemals schweigen angesichts von Leiden und Gewalt, Armut, Hunger, Korruption und Machtmissbrauch", sagte der Papst bei seiner Ankunft.
Am Freitag will er nach Angola weiterreisen. Ziel der Reise ist es dem Vatikan zufolge, dem von Kriegen, Krankheit und Hunger gequältem Kontinent eine Botschaft der Hoffnung und Versöhnung zu bringen.
Die deutsche Sektion des UN-Kinderhilfswerks UNICEF reagierte mit Unverständnis auf die Äußerungen des Papstes. "Erwachsene und Jugendliche müssen über die Ansteckungswege Bescheid wissen - und darüber, wie man sich vor Aids schützen kann", sagte Unicef-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus dem "Kölner Stadt- Anzeiger". Kondome seien Teil der weltweiten Aufklärungskampagnen nach dem "ABC-Ansatz". Dabei stehe A für Abstinenz, B für "Bleib treu" und C für die Benutzung von Kondomen (englisch: "Condoms"). "Das ist unsere klare Botschaft an die Jugendlichen auf der Welt", so Stachelhaus.
In Afrika leben 67 Prozent der HIV-infizierten Menschen der Welt, 17 Millionen Menschen sind auf dem Kontinent schon an Aids gestorben.
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