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Nach Rücktritt von Benedikt XVI.
Vatikan macht Tempo bei der Papst-Wahl
Nach dem angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. könnte das Konklave zur Wahl eines neuen Kirchenoberhaupts bereits vor dem 15. März zusammenkommen. Verschiedene Kardinäle hätten ein vorgezogenes Datum ins Spiel gebracht - wegen der besonderen Umstände, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Zuvor hatte er erklärt, das Konklave werde vermutlich ab dem 15. März zusammentreten.
Papst-Rücktritt: Konklave vielleicht früher?
G. Hoppe, ARD Rom
16.02.2013 15:46 Uhr
Die Regeln für die Zusammenkunft des Konklaves seien für den Fall konzipiert, dass der Papst stirbt, erklärte Lombardi. Mit dem Rücktritt des Papstes stelle sich die Situation aber anders da und es sei möglich, die Verfassung "auf andere Weise zu interpretieren".
Die eigentlich vorgesehene Frist von 15 bis 20 Tagen nach Beginn der Sedisvakanz ("leerer Stuhl Petri") dient normalerweise dazu, dass die wahlberechtigten Kardinäle genügend Zeit haben, um aus aller Welt nach Rom zu reisen. Für die letzte Audienz des scheidenden Papstes wird aber ohnehin ein Großteil der 117 wahlberechtigten Kardinäle im Vatikan erwartet.
Benedikt will am 28. Februar zurücktreten - ein Schritt, den es in der Neuzeit noch nicht gegeben hat. Da sich die Kardinäle nach dieser Ankündigung aber entsprechend vorbereiten könnten, sei es möglich, den Beginn des Konklaves vorzuziehen, sagte Lombardi weiter.
Unmittelbar nach dem Rücktritt von Benedikt hatte es geheißen, bis Ostern solle es ein neues Kirchenoberhaupt geben. Hintergrund der Bemühungen um einen früheren Termin dürfte auch der Wunsch sein, dass sich das neue Kirchenoberhaupt bereits auf die Osterfeierlichkeiten Ende März vorbereiten kann.
Stand: 16.02.2013 15:40 Uhr
