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Renault schenkt Papst Benedikt XIV ein neues, elektrisch betriebenes Papamobil.

Das neueste Papamobil wird mit einem Elektromotor betrieben

Benedetto elektrisch - Der Papst fährt Kangoo

Panzerglas, ein erhöhter Stuhl, Trittstufen: Wenn der Papst auf Reisen geht, darf das Papamobil nicht fehlen. Seit jeher lässt sich das Oberhaupt der Katholischen Kirche in einer Anfertigung von Mercedes chauffieren. Das neueste Modell ist batteriebetrieben - und von Renault.

Von Stefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom

Wer kennt ihn nicht, den Renault-Werbespot mit dem Kangoo-Kastenwagen und dem verliebten Nashorn? Findig waren die Franzosen schon immer, und nun haben sie mit einem speziellen Coup sogar die großen Luxushersteller der Autobranche ausgestochen. Sie haben dem Papst nämlich einen Kangoo geschenkt, in Sonderausführung. Das heißt: weiß, mit Papstwappen, elektrisch ausfahrbaren Trittstufen, Ledersesseln und großem Schiebedach. Allerdings verfügt das neueste Papamobil über eine kleine Besonderheit: Es fährt ausschließlich mit Elektroantrieb.

Vatikan stellt batteriebetriebenes Papamobil vor
S. Troendle, ARD Rom
07.09.2012 11:15 Uhr

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"Das Fahrzeug wird vor allem für interne Fahrten in Castel Gandolfo und vielleicht auch im Vatikan selbst benutzt, daher ist es nicht gepanzert, benötigt also keine speziellen Schutzmaßnahmen wie die Papamobile, die ausserhalb des Vatikans benutzt werden", erklärt Papstsprecher Federico Lombardi. "Es ist viel leichter und handlicher. Aber es gibt auch Anlässe, bei denen der Papst auf Reisen schon Elektroautos benutzt hat, in Venedig zum Beispiel und in Arrezzo. Und da dieses Auto auch oben geöffnet werden und der Papst somit stehen kann, ist es gut möglich, dass es auch bei anderen Gelegenheiten benutzt wird."

Der Papst bleibt quasi markentreu

Die bisherigenb Papamobile stellte Mercedes. Aber da in den neusten Modellen dieses Herstellers schließlich auch Renault-Motoren verbaut werden, ist Benedikt XVI. sozusagen markentreu geblieben. Die Autobauer prügeln sich mehr oder weniger darum, ein Fahrzeug für den Papst bauen zu dürfen: Das Oberhaupt der Kirche als Markenbotschafter, das ist besser als Bandenwerbung im Petersdom.

Papst Benedikt XVI. im Papamobil
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So sieht ein gewöhnliches Papamobil aus. Hier zu sehen ist der Papst bei seinem Besuch in Kuba im März diesen Jahres (Archivbild vom 29.03.2012).

Renault-Italien-Chef Jaques Bousquet freute sich sichtlich, dass der Papst mit der Probefahrt zufrieden war. Er sagte Radio Vatikan: "Er war sehr interessiert, weil er zunächst natürlich bemerkt hat, dass das Auto sehr praktisch ist und es sehr einfach ist einzusteigen. Außerdem gibt es viel Licht, und es ist offen. Er war auch sehr an der Technologie der elektrischen Motoren interessiert, da er bemerkt hat, dass das Auto keine Umweltverschmutzung verursacht und keinen Krach macht."

Umweltschutz und Effizienz sind das A und O

Der Elektroantrieb war wohl auch der Hauptgrund für den Vatikan, das Geschenk anzunehmen. Umweltschutz, erneuerbare Energien und verantwortlicher Umgang mit der Schöpfung liegen dem Papst besonders am Herzen. Papstsprecher Lombardi drückte sich übrigens sehr diplomatisch aus auf die Frage, ob es eigentlich konkurrierende Angebote für das Elektro-Papamobil gegeben habe und sagte, eine Exklusivität für eine bestimmte Marke gebe es nicht. Aber: "Natürlich gibt es Angebote, die werden dann je nach der effektiven Nützlichkeit beurteilt. Es gibt ja auch Sachen, die keinen Sinn machen. Außerdem sollten die auch eine technische Qualität aufweisen und ihren Zweck erfüllen."

Angeblich wollte auch Volkswagen den Papst als Markenbotschafter

Gianluigi Nuzzi, der mit dem Buch "Seine Heiligkeit" den "Vatileaks"-Skandal ausgelöst hat, war da schon deutlicher. Er veröffentlichte darin einen Brief des Chefs der vatikanischen Gendarmerie an Papstsekretär Gänswein, in dem die geplante Renault-Schenkung erwähnt wird. Zudem wird aus dem Schreiben klar, dass Mercedes offenbar gerade ein neues Papamobil baut und dass auch die Wolfsburger auf das päpstliche "SCV1"-Kennzeichen scharf sind. Volkswagen, heißt es dort, würde Benedikt nämlich gerne einen Phaeton schenken.

Das Wort "Nashorn" wurde übrigens bei der Präsentation des neuen päpstlichen Elektromobils nicht erwähnt und somit ist auch nicht klar, ob Benedikt XVI. weiß, wie Renault den Kangoo früher beworben hat.

Stand: 07.09.2012 13:35 Uhr

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