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Papst Benedikt XVI. hat bei der Neujahrsmesse die Erziehung junger Menschen als Schlüssel zum Weltfrieden bezeichnet. Die Vermittlung fundamentaler Wertvorstellungen werde zu einer Zukunft der Hoffnung führen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche im Petersdom in Rom.
Junge Menschen seien von Natur aus offen gegenüber dem Dialog und gegenseitigem Respekt. Würden sie anständig erzogen, könnten sie "Baumeister des Friedens" sein. Der Papst warnte jedoch auch vor "den Schatten, die den Horizont der Welt von heute verdunkeln". Es bestehe die Gefahr, dass die soziale Realität junge Menschen zu Intoleranz und Gewalt verleite, sagte Benedikt XVI.
Der 84-Jährige wirkte während der Messe müde, sprach jedoch mit deutlicher Stimme und lächelte Familien und Kindern zu, die ihm während der Zeremonie Geschenke brachten. Wie bereits in den vergangenen Monaten wurde der Papst auf einer Plattform in die Kirche gefahren. Der Vatikan teilte mit, damit sollten unnötige Anstrengungen vermieden werden. Medizinische Gründe lägen nicht vor.
Nach der Messe richtete sich Benedikt XVI. vor Zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz erneut an die Jugend. Junge Menschen "blicken heute mit einer gewissen Sorge in die Zukunft", sagte der Pontifex. Sie befürchteten vor allem "Schwierigkeiten bei der Gründung einer Familie und der Suche nach einem sicheren Arbeitsplatz". Er lud die Gläubigen ein, "für Frieden in der Welt, Vergebung und Versöhnung in Konfliktregionen sowie für eine gerechtere Verteilung der Ressourcen in der Welt" zu beten.
Die evangelische Kirche in Deutschland feierte ihren Neujahrsgottesdienst in der Dresdner Frauenkirche. Der EKD-Ratsvorsitzende der EKD Nikolaus Schneider erwartet nach eigenen Worten ein schwieriges Jahr 2012. In Politik und Gesellschaft ahne man gewaltige Herausforderungen, sagte er in seiner Predigt.
Zugleich ermutigte Schneider die Gläubigen, aus alltäglichen Enttäuschungen Kraft zu ziehen. Der Glaube garantiere nicht, dass einem Leid erspart bleibe, aber Gott helfe mit diesen Enttäuschungen umzugehen.
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