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Papst Benedikt XVI.

Weihnachtsbotschaft des Papstes

Benedikt XVI. mahnt zum Frieden in Syrien

Zehntausende Christen haben auf dem Petersplatz die Weihnachtsgrüße des Papstes gehört. In 65 Sprachen wandte sich Benedikt XVI. an die Gläubigen. Seine Friedensbotschaft galt in diesem Jahr zu allererst Syrien. Anschließend spendete das Kirchenoberhaupt den Segen "Urbi et Orbi".

Von Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom

Die Friedensbotschaft des Papstes richtet sich an diesem Weihnachtsfest zu allererst an Syrien. Mit eindringlichen Worten prangerte Benedikt XVI. diesen blutigen Konflikt an, der "nicht einmal die Wehrlosen" verschone und "unschuldige Opfer" hinwegraffe. "Noch einmal rufe ich dazu auf, das Blutvergießen zu beenden, die Hilfeleistungen für die Flüchtlinge und die Evakuierten zu erleichtern und auf dem Weg des Dialogs eine politische Lösung für den Konflikt zu verfolgen", mahnte er.

Papst Benedikt XVI. spendet traditionellen Segen vor zehntausenden Gläubigen
tagesschau 20:00 Uhr, 25.12.2012, Susanne Hornberger, ARD Vatikan

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Dabei vermied Benedikt XVI. wie schon bisher, für eine Seite in diesem Bürgerkrieg  Partei zu ergreifen. Auch was den Konflikt im Heiligen Land betrifft, in dem Land, in dem Jesus zur Welt kam, blieb Benedikt XVI. neutral: "Möge der Frieden in dem Land hervorsprossen, in dem der Erlöser geboren wurde. Er gebe Israelis und Palästinensern den Mut, allzu vielen Jahren der Kämpfe und Spaltungen ein Ende zu setzen und mit Entschiedenheit den Verhandlungsweg einzuschlagen."

Benedikt XVI. erinnert an Christenverfolgung

Petersplatz und Petersdom
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Zehntausende Gläubige warteten auf die Weihnachtsbotschaft des Papstes.

Keine Religionsgemeinschaft wird weltweit so sehr verfolgt wie die Christenheit. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erinnerte in seiner Weihnachtsbotschaft vor allem an die Christen in Nigeria, "wo grausame terroristische Attentate weiter Opfer" forderten. Einen Appell von hochpolitischer Bedeutung richtete Benedikt an die "die neuen Führungspersönlichkeiten der Volksrepublik China".

Die Beziehungen zwischen dem Vatikan und China haben sich im letzten Jahr wieder massiv verschlechtert, chinesische Bischöfe durften beispielsweise nicht an der Synode in Rom teilnehmen. Der Papst sagte dazu: "Es ist mein Wunsch, dass der Beitrag der Religionen so zur Geltung gebracht werde, dass diese beim Aufbau einer solidarischen Gesellschaft mitwirken können, zum Wohl jenes edlen Volkes und der ganzen Welt."

Urbi et Orbi - der Stadt und dem Erdkreis

Zehntausende Menschen waren heute auf dem Petersplatz, um die Weihnachtsbotschaft des Papstes zu hören. In 65 Sprachen verlas Benedikt XVI. seine Weihnachtsgrüße, auch in deutscher Sprache: "Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!"

Anschließend spendete Papst Benedikt XVI. von der Loggia des Petersdoms aus den Segen: Urbi et Orbi. Der Stadt und dem Erdkreis.

Urbi et Orbi

Der Segen "Urbi et Orbi" ist einer der bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die Formel "der Stadt und dem gesamten Erdkreis" geht auf die antiken Römer zurück. Die Kirche fügte sie erstmals im 13. Jahrhundert in das offizielle Ritual ein. Das antike Reichsbewusstsein setzte die Stadt Rom (urbs) mit dem Erdkreis (orbis) gleich.

Heute wird der Segen zu feierlichen Anlässen wie am Ostersonntag, am ersten Weihnachtstag oder nach einer Papstwahl erteilt. Er muss vom Papst als Bischof von Rom und als Oberhaupt der Weltkirche gespendet werden. Mit päpstlicher Erlaubnis können auch Kardinäle, Bischöfe oder Priester den Segen erteilen. Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist für alle Gläubigen mit einem besonderen Ablass verbunden. Die Grußbotschaft zu Beginn wird in mehr als 60 Sprachen gesprochen.

Stand: 25.12.2012 12:38 Uhr

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