Glückwünsche für Papst Franziskus

Reaktionen zur Papstwahl

Glückwünsche für Papst Franziskus

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Kardinal Jorge Mario Bergoglio, dem neuen Papst Franziskus, zu seiner Wahl zum Oberhaupt der Katholischen Kirche gratuliert. Sie wünsche ihm "Gesundheit und Kraft für seinen Dienst am Glauben und zum Wohl der Menschen".

Die Hoffnungen von Millionen von Gläubigen in Deutschland und in der ganzen Welt richteten sich jetzt auf den neuen Papst, sagte die CDU-vorsitzende. Weit über die katholische Christenheit hinaus erwarteten viele von ihm Orientierung, nicht nur in Glaubensfragen, sondern auch, wenn es um Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung gehe, sagte Merkel. Sie freue sich besonders mit den Christen in Lateinamerika, dass nun zum ersten Mal einer der Ihren an die Spitze der Katholischen Kirche berufen wurde.

Weißer Rauch über dem Vatikan (Bildquelle: dpa)
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Viele Politiker und Geistliche sehen in der Papstwahl ein großes Hoffnungszeichen.

"Viel Kraft"und "einen weltoffenen Blick"

Vizekanzler und FDP-Chef Philipp Rösler begrüßte die rasche Wahl des neuen Papstes. Er hoffe, dass der Nachfolger von Benedikt XVI. die Kraft habe, die Kirche zu stärken, schwierige Probleme zu lösen und Reformen umzusetzen.

Die Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir wünschten dem neuen Papst Kraft, Glück und Gesundheit: "Mit seinem Amt trägt der neue Papst aus Argentinien große Verantwortung für soziale Gerechtigkeit, für den Erhalt der Schöpfung und für Frieden und Dialog zwischen den Religionen, Kulturen und Staaten." Gleichzeitig hofften viele Katholiken auf mehr Ökumene und Reformen.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sieht in der Papstwahl "ein großes Hoffnungszeichen". ZdK-Präsident Alois Glück sagte: "Das ist ein programmatisches Signal für eine Kirche, die den Armen nahe ist."

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, versicherte dem Kirchenoberhaupt, "nach allen unseren Kräften" für ihn zu beten und ihn zu unterstützen. Der neue Papst zeichne sich vor allem durch "sein bescheidenes Auftreten und seine kraftvollen Predigten" aus.

Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, wünschte dem neuen Papst Gottes Segen, "viel Kraft für anstehende Entscheidungen und einen weltoffenen Blick". Bergoglio bringe als erster Papst aus Lateinamerika besondere Erfahrungen mit, die der römisch-katholischen Weltkirche neue Perspektiven eröffnen könnten.

In Bergoglios Heimatland Argentinien wurde die Wahl mit Jubel und Applaus aufgenommen. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner wünschte dem neuen Kirchenoberhaupt eine "fruchtbare" Amtszeit. Der neue Papst werde große Verantwortung tragen für "die Gerechtigkeit, die Gleichheit, die Brüderlichkeit und den Frieden der Menschheit".

Reaktionen auf die Papstwahl aus Argentinien
tagesthemen 22:45, 13.03.2013, Michael Stocks, ARD Rio

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Glückwünsche auch aus anderen Ländern

Auch aus anderen Ländern gab es Glückwünsche für den neuen Pontifex: US-Präsident Barack Obama sagte, die Wahl des ersten lateinamerikanischen Präsidenten spreche für die "Stärke und Vitalität" der Region. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon freute sich auf die Fortführung der Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und dem Vatikan. Er sei überzeugt, sagte Ban weiter, dass der neue Papst sich wie sein Vorgänger für den Dialog zwischen den Religionen einsetzen werde.

EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wünschten Franziskus in einer gemeinsamen Mitteilung "ein langes und gesegnetes Pontifikat".

Stand: 13.03.2013 21:57 Uhr

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