Papst Franziskus | Bildquelle: REUTERS

Papst will Einigung mit Orthodoxen Fester Ostertermin für alle Christen?

Stand: 13.06.2015 15:14 Uhr

Für die Christen in aller Welt ist Ostern das wichtigste kirchliche Fest. Doch sie feiern die Auferstehung Jesu nicht am selben Tage. Nun sprach sich Papst Franziskus für einen festen gemeinsamen Termin aus. Mit den Orthodoxen müsse es eine Übereinkunft geben.

Die römisch-katholische Kirche hat sich für einen gemeinsamen festen Termin des Osterfestes aller Christen ausgesprochen. Papst Franziskus sprach sich für eine Einigung insbesondere mit den orthodoxen Kirche aus. "Ich glaube, man wird sich schließlich auf einen festen Termin einigen müssen", sagte er laut einem Bericht von Radio Vatikan bei einem Treffen mit Priestern in Rom. Die katholische Kirche sei dazu bereit. Als möglichen festen Termin brachte der Papst den zweiten Sonntag im April ins Gespräch.

Verschiedene Berechnungen der Kirchen

Tilmann Kleinjung @TilmannKk
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Traditionell feiern Katholiken die Auferstehung Jesu am Sonntag, der auf den ersten Frühlingsvollmond folgt. Diese Grundregel legte das Konzil von Nizäa im Jahr 325 fest. Grundlage für die konkrete Berechnung ist seit 1582 der gregorianische Kalender. Damit kann heute der Ostersonntag frühestens auf den 22, März und spätestens auf den 25. April fallen. Die orthodoxen Kirchen stützen sich ihrerseits auf den älteren julianischen Kalender. In der Regel feiern sie dadurch eine oder sogar zwei Wochen später Ostern als die Katholiken - dass beide Termine zusammenfallen, ist selten.

Der koptisch-orthodoxe Bischof Kamal Fahim Awad begrüßte den Vorschlag in einem Interview der Zeitung "La Stampa". Für viele Gläubige sei schlicht nicht nachvollziehbar, warum Jesus für die eine Kirche an diesem Sonntag auferstehe, und für eine andere Kirche eine Woche oder noch später, sagte der Bischof.

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