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Wer könnte Benedikt nachfolgen?

Hirte für 1,2 Milliarden Schäfchen gesucht

Am 28. Februar endet das Pontifikat von Benedikt XVI. Dann bricht die Zeit des Konklave an: Gesucht ist ein Nachfolger, der die Kurie in Rom kennt, aber auch die Gläubigen auf jedem Kontinent erreicht. Die Zeit ist reif für einen Papst aus Afrika, meinen viele. Genannt werden freilich viele Namen. tagesschau.de gibt einen Überblick.

Marc Ouellet
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Marc Ouellet wäre der erste Papst aus Übersee.

Marc Ouellet: Der sprachgewandte Kurienkardinal stammt aus dem kanadischen Quebec. Der 68-Jährige wäre der erste Papst aus Übersee. Ouellet hat in vielen Positionen im Vatikan gedient. Momentan leitet er das Amt für die Bischöfe im Vatikan - das heißt, alle Bischofsernennungen in den vergangenen Jahren gingen über seinen Tisch und das Büro des Papstes.

Ouellet gilt als geistiger Schüler Ratzingers, strenger Verteidiger der Glaubenslehre und der katholischen Identität. In theologischen Fragen zeigt er sich stets streng konservativ und hat sich unter anderem scharf gegen Abtreibung und die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen. Eine Erneuerung der katholischen Kirche wäre unter seinem Pontifikat also eher nicht zu erwarten.

Peter Kodwo Appiah Turkson
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Kardinal Turkson: Ein "Erneuerer" für den Heiligen Stuhl?

Peter Kodwo Appiah Turkson: Der ghanaische Kurienkardinal ist nicht nur im Vatikan bestens vernetzt. Unter den aussichtsreichen Kandidaten wäre der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden mit 64 Jahren auch der jüngste. Für sein Engagement in der Dritten Welt wurde Turkson mit internationalen Ehrungen bedacht. Er steht für eine Erneuerung der katholischen Kirche - was ihn aber nicht daran hindert, Kondome als Mittel gegen die Aids-Epidemie in Afrika zu ächten. Der als volksnah und mediengewandt geltende Kardinal spricht sechs Sprachen, darunter deutsch. Für sich werben würde er nicht, sagt aber, die "jungen Kirchen" in Afrika und Asien seien in der Lage, diese "Weltinstitution" zu führen.

Der ebenfalls aus Afrika stammende, häufig genannte nigerianische Kardinal Francis Arinze dürfte mit 80 Jahren für das Papstamt zu alt sein.

Angelo Scola
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Erzbischof Scola bei einer Messe im Mailänder Dom.

Angelo Scola: Nach zwei "Ausländern" wünschen sich viele italienische Kirchenfürsten wieder einen Landsmann auf dem Heiligen Stuhl. Der von Benedikt XVI. ernannte Mailänder Erzbischof Scola liegt intellektuell auf einer Linie mit dem Deutschen, ist einer seiner engsten Vertrauten. Auf dem Höhepunkt der "Vatileaks"-Affäre suchte der Papst bei ihm Unterstützung.

Scola setzt sich für einen besseren Dialog mit der islamischen Welt und Unterstützung der Christen im Nahen Osten ein.

Jorge Mario Bergoglio
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Sein Name war 2005 schon gehandelt worden: Jorge Mario Bergoglio, Erzbischof von Buenos Aires.

Jorge Mario Bergoglio: Der jesuitische Erzbischof von Buenos Aires galt schon 2005 als aussichtsreicher Bewerber um die Nachfolge von Johannes Paul II. und soll damals nach übereinstimmenden Medienberichten immerhin 40 von 115 Stimmen im Konklave erhalten haben. Mittlerweile ist Bergoglio 76 Jahre alt. Ihm wir zugute gehalten, dass er Reformer und Traditionalisten gleichermaßen vertritt.

Als weiterer Kandidat aus Lateinamerika wird auch der Brasilianer Pedro Odilo Scherer gehandelt. Der 63-Jährige hat deutsche Vorfahren.

Viele beeindruckt hat Kardinal Antonio Tagle, der Erzbischof von Manila. Mit 56 Jahren gilt er aber als zu jung. Als aussichtsreiche Kandidaten werden auch der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn (68) und der argentinische Kurienkardinal Leonardo Sandri (69) gehandelt.

Papst-Nachfolge: Das Kandidatenkarussell dreht sich
S. Troendle, ARD Rom
13.02.2013 17:24 Uhr

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Stand: 13.02.2013 16:11 Uhr

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