Papst Franziskus in Bogotá. | Bildquelle: dpa

Papstmesse in Kolumbien Millionen feiern "Friedensfest"

Stand: 08.09.2017 04:54 Uhr

Bei seiner Messe in Bogotá hat Papst Franziskus Millionen Gläubige angezogen. Er rief nach Jahrzehnten der Gewalt zu einem Neubeginn auf. Von Rückschlägen auf dem Weg zum Frieden solle man sich nicht entmutigen lassen. Damit stärkte er das Friedensabkommen mit den FARC-Rebellen.

Mit eindringlichen Mahnungen zum Zusammenhalt nach Jahrzehnten der Gewalt hat Papst Franziskus Kolumbien zu einem Neubeginn aufgerufen. Vor Hunderttausenden Menschen sagte er bei einer Messe in der Hauptstadt Bogotá, man dürfe keine "Finsternis des Rachedurstes und des Hasses" zulassen. Auch von Rückschlägen auf dem Weg zu Frieden solle man sich nicht entmutigen lassen: "In Bogotá und in Kolumbien ist eine große Gemeinschaft unterwegs, die gerufen ist, ein robustes Netz zu werden, das alle in der Einheit versammelt."

Nach Angaben der Stadt sollen sich im Parque Bolívar und der umliegenden Gegend bis zu 1,3 Millionen Menschen zu der Messe versammelt haben. Schon viele Stunden vor der Messe pilgerten die Menschen dort hin, fliegende Händler verkauften Franziskus-Artikel. Auch starker Regen hielt die Pilger nicht ab.  Auch an den Straßen entlang der Routen des Papst-Trosses jubelten die Menschen dem ersten Papst aus Lateinamerika zu. 

Papst Franziskus zu Besuch in Bogotá
tagesschau 07:00 Uhr, 08.09.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Santos: Großer Preis der Einheit

Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos sprach von einem großen Beweis der Einheit. 2016 hatte er mit der Guerillaorganisation Farc einen mühsam ausgehandelten Friedensvertrag unterzeichnet, der in eine Referendum zunächst abgelehnt, dann aber vom Kongress beschlossen wurde. Vor allem eine Sonderjustiz mit milden Strafen für Verbrechen stößt auf Widerstand, zudem werden die Maßnahmen zur Wiedereingliederung der Ex-Guerilleros und zur Verstärkung der staatlichen Präsenz in Konfliktregionen sehr viel Geld kosten. 

Der Vatikan hatte die Verhandlungen mit der Farc maßgeblich unterstützt, um nach fast 220.000 Toten in den Konflikten zwischen Guerilla, Streitkräften und rechten Paramilitärs eine neue Ära einzuläuten. Ausländische Unternehmen setzen auf einen Boom in den Land, 2016 kamen zudem erstmals über fünf Millionen Touristen. 

Besuch der früheren Konfliktregion Villavicencio

Heute steht mit dem Besuch in der früheren Konfliktregion Villavicencio einer der Höhepunkte der Kolumbienreise des Papstes auf dem Programm. Der Tag steht im Zeichen der Aussöhnung. Nach einer Eucharistiefeier trifft das katholische Kirchenoberhaupt rund 6000 Opfer bei einem großen nationalen Versöhnungstreffen. Nach einem Gebet mit 400 Kindern und Indigenen fliegt der Pontifex zurück nach Bogotá.

Von dort aus bricht er am Samstag nach Medellín auf. Die Stadt gilt als "katholische Hauptstadt" s Landes, am Sonntag endet die Reise in Cartagena. Der Argentinier ist der dritte Papst, der Kolumbien besucht. Zuvor waren Papst Paul VI. 1968 und Johannes Paul II. 1986 in das südamerikanische Land gereist.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau im ARD-Morgenmagazin am 08. September 2017 um 05:30 Uhr.

Darstellung: