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Aussöhnung mit Islamisten

Pakistan will alle afghanischen Taliban freilassen

Ehemalige Tailban-Kämpfer in der Stadt Dschalalabad, östlich von Kabul
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Ehemalige Tailban-Kämpfer in der Stadt Dschalalabad, östlich von Kabul

Der Atomstaat Pakistan macht Ernst mit seinen Bemühungen um eine Aussöhnung mit den radikal-islamischen Taliban. Alle noch festgehaltenen Taliban-Kämpfer aus Afghanistan sollen nach und nach freigelassen werden, kündigte Außen-Staatssekretär Dschalil Dschilani auf einer Pressekonferenz in Abu Dhabi an. Unklar ist, ob auch die ehemalige Nummer zwei der Taliban, Mullah Baradar, freigelassen werden soll. "Das Ziel ist es, alle freizulassen", sagte Dschilani auf Nachfrage. Weiter äußerte er sich nicht.

Offenbar soll die Aktion ein weiteres Signal an die Taliban sein, dass Pakistan es Ernst meint mit den Bemühungen um eine Aussöhnung mit den Islamisten. Pakistan hatte zu Jahresbeginn mehrere hochrangige afghanische Taliban-Funktionäre auf freien Fuß gesetzt, um einen Friedensprozess in Afghanistan in Gang zu bringen. Die afghanische Regierung hatte die Freilassungen im Nachbarland begrüßt.

Taliban lehnen Friedensgespräche ab

Kabul bemüht sich seit Jahren um ein Friedensabkommen mit den Taliban. Diese lehnen direkte Friedengespräche aber offiziell ab. Die Regierung in Kabul bezeichnen sie als Marionette der USA.

Schon aus eigenem Interesse will Pakistan die Verhandlungen zwischen Taliban und afghanischer Regierung unterstützen. Das pakistanische Grenzgebiet zu Afghanistan ist ein Rückzugsgebiet für viele Taliban- und Al-Kaida-Extremisten, die gegen die NATO-geführte Schutztruppe in Afghanistan kämpfen. Immer wieder fliegen die USA Drohnenangriffe in dem Gebiet.

Stand: 18.01.2013 17:32 Uhr

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