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Selbstmordattentat in Pakistan
Anschlag auf schiitische Gläubige nach dem Gebet
In der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat ein Selbstmordattentäter bei einem Angriff auf eine schiitische Prozession mindestens 23 Menschen mit in den Tod gerissen. Es gab zahlreiche Verletzte.
Der Anschlag ereignete sich in der Stadt Rawalpindi, als die Gläubigen eine schiitische Gebetsstätte verließen. Die Polizei habe den Angreifer zunächst durchsuchen wollen, als er sich der Prozession anschließen wollte, sagte ein Beamter. Der Attentäter sei jedoch an den Polizisten vorbeigerannt und habe seine Sprengstoffweste zur Explosion gebracht. Zudem habe er auch Granaten bei sich getragen, die zum Teil explodiert seien. Die Kombination aus Sprengstoff und Granaten habe vermutlich zu den hohen Opferzahlen geführt.
Bei zwei weiteren Bombenanschlägen auf Schiiten in der südpakistanischen Hafenstadt Karatschi wurden in der Nacht nach Angaben der Polizei insgesamt zwei Menschen getötet.
Mindestens 23 Menschen sterben bei Selbstmordanschlag
tagesschau, 9:00 Uhr, 22.11.2012
Schiiten begehen derzeit Trauermonat
Schiiten stellen etwa 20 Prozent der mehr als 180 Millionen Pakistaner. Die Minderheit begeht derzeit den Trauermonat Muharram, der am Sonntag mit dem Trauerfest Aschura endet. Sunnitische Extremisten wie die Taliban greifen immer wieder Schiiten an.
In Islamabad treffen sich heute Staats- und Regierungschefs aus acht vorwiegend muslimischen Ländern. Neben dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi wollen auch sein iranischer Amtskollege Mahmud Ahmadinedschad und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an dem Gipfeltreffen teilnehmen.
Stand: 22.11.2012 07:36 Uhr
