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Im Nordwesten Pakistans haben vermutlich Islamisten bei einem Angriff auf die Nachschublinie für die internationalen Soldaten im benachbarten Afghanistan mehr als 60 Lastwagen im Brand geschossen. Nach Polizeiangaben wurde dabei ein Wachmann getötet.
[Bildunterschrift: Ausgebranntes Militärfahrzeug nach dem Angriff in Peschawar ]
Die Extremisten hätten die auf einem Rastplatz am Stadtrand von Peschawar geparkten Fahrzeuge mit Granatwerfern und Sturmgewehren angegriffen. Die Lkw sollten Lebensmittel und Militärgüter für die westlichen Truppen bringen. Wie ein Polizeisprecher weiter sagte, hatten einige Transporter auch gepanzerte Fahrzeuge für die NATO-geführte Schutztruppe ISAF geladen.
Die Fahrer hatten über Nacht auf dem Rastplatz haltgemacht, da die pakistanischen Behörden die Fuhrunternehmer angewiesen haben, den rund 18 Kilometer von Peschawar entfernten Khyber-Pass nur tagsüber und nur mit Sicherheitsbegleitung zu überqueren. Die 35 Kilometer lange Route durch die unruhigen Stammesgebiete über den Khyber-Pass ist eine der Hauptversorgungslinien für Afghanistan. Extremisten in der Region hatten wiederholt damit gedroht, die Versorgungslinie zu durchtrennen, was den Einsatz der ausländischen Truppen gegen die Aufständischen in Afghanistan stark behindern würde. Da Afghanistan keinen Zugang zum Meer hat, werden die dortigen US- und NATO-Truppen über Pakistan versorgt.
Erst vor knapp einer Woche hatten Taliban in Peschawar ein Dutzend Lastwagen zerstört, die ebenfalls Material für die NATO im Nachbarland geladen hatten. Dabei wurden zwei Menschen erschossen. Im November hatten Taliban-Kämpfer im pakistanischen Stammesgebiet 15 Lkw mit Ziel Afghanistan überfallen und geplündert. Daraufhin waren die Militärtransporte nach Afghanistan vorübergehend ausgesetzt worden.
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