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[Bildunterschrift: Rede mit Erinnerung: Bei seinem Auftritt vor der UNO hatte Zardari ein Bild seiner ermordeten Frau Benazir Bhutto bei sich. ]
Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari hat vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen die Angriffe von US-Truppen auf mögliche Terroristen in seinem Land scharf verurteilt. Pakistan könne es nicht zulassen, dass sein Territorium "durch unsere Freunde verletzt" werde, sagte Zardari. Solche Angriffe stärkten nur die Extremisten, die die USA beseitigen wollten. Kurz zuvor war es an der afghanisch-pakistanischen Grenze zu einem Feuergefecht zwischen pakistanischen und US-Truppen gekommen.
Genau so wenig wie Pakistan es zulassen werde, dass sein Land von Terroristen benutzt werde, könne es akzeptieren, dass die Souveränität durch Freunde verletzt werde, sagte Zardari. Einseitige Aktionen der Großmächte dürften nicht die Gefühle der Verbündeten verletzen. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, "zur Kenntnis zu nehmen", dass der Terrorismus nicht von Pakistan ausgehe. In den USA sind aber viele der Ansicht, dass Pakistan im Kampf gegen den Terrorismus nicht genug unternimmt.
Bei den US-Angriffen in Pakistan wurden Dutzende Menschen getötet, darunter offenbar auch viele Unbeteiligte. An der pakistanisch-afghanischen Grenze war es am Donnerstag nach US-Militärangaben zu einem Schusswechsel zwischen amerikanischen und pakistanischen Soldaten gekommen. Zuvor hätten pakistanische Soldaten zwei US-Hubschrauber beschossen, die entlang der Grenze amerikanische und afghanische Bodentruppen eskortiert hätten, teilte ein US-Militärvertreter mit, der anonym bleiben wollte.
Für besondere Verärgerung hatte in Islamabad der Angriff einer US-Kommandoeinheit am 3. September gesorgt, die mit Hubschraubern von Afghanistan in die pakistanische Region Süd-Waziristan geflogen war, um eine Stellung muslimischer Extremisten anzugreifen.
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