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Angst vor Terroranschlägen

Pakistanische Regierung schaltet Handynetz ab

Aus Angst vor Terroranschlägen hat die pakistanische Regierung in mehreren Millionenstädten das Mobilfunknetz vorübergehend abgeschaltet. Das berichten übereinstimmend pakistanische Medien. Demnach wollte die Regierung damit verhindern, dass ein Bombenattentat per Handy ausgelöst wird.

Die Abschaltung erfolgte gezielt zum Ende des Ramadans am Sonntagabend. Erfahrungsgemäß verschicken Moslems zu diesem Anlass besonders viele Kurznachrichten.

Millionen müssen aufs Festnetz ausweichen

Pakistaneischer Polizist vor Betenden vor einer Moschee in Karatschi
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Moscheen waren immer wieder Ziel von Anschlägen - dies sollte sich zum Ende des Ramadans nicht wiederholen.

Betroffen waren die Städte Lahore, Karatschi, Multan und Quetta. Zusammengerechnet leben dort mindestens 21 Millionen Menschen. Wie die Zeitung "The Hindu" meldet, wurden die Netze in einigen Gegenden am Montagmorgen wieder in Betrieb genommen, kurz darauf in manchen Gebieten aber wieder abgeschaltet.

Innenminister Rehman Malik begründete die drastische Maßnahme damit, dass die Regierungen mehrerer Bundesstaaten vor Anschlägen gewarnt hätten. Viele Pakistani reagierten mit Unverständnis und äußerten sich enttäuscht, dass sie ihre traditionellen Grüße zum Ende des Ramadans nicht verschicken konnten.

In Pakistan kommt es immer wieder zu blutigen Anschlägen. Dabei starben in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen.

Pakistanische Regierung schaltet Handynetz ab
S. Dietrich, ARD Neu Delhi
20.08.2012 16:34 Uhr

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Stand: 20.08.2012 11:02 Uhr

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