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Ein Selbstmordattentäter hat am Neujahrstag in Pakistans unruhiger Nordwest-Grenzprovinz während eines Volleyball-Turniers ein Blutbad angerichtet. 93 Menschen wurden dabei nahe der Ortschaft Lakki Marwat getötet. Dutzende wurden verletzt, teilte die pakistanische Polizei mit. Mittlerweile seien alle Leichen aus den Trümmern geborgen, teilte der Polizeichef des Ortes mit.
[Bildunterschrift: Hilfskräfte retten eines der Dutzenden Opfer nach dem Anschlag auf dem Sportplatz. ]
Seinen Angaben zufolge steuerte der Attentäter ein mit Sprengstoff beladenes Auto während des Spiels auf den Platz und sprengte sich damit inmitten der mehr als 200 Zuschauer in die Luft. Unter den Zuschauern seien zahlreiche Kinder und Senioren gewesen, hieß es. Unter der Wucht der Detonation stürzten auch einige umliegende Häuser ein. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Der Anschlag könnte ein Racheakt an den Bewohnern sein, die ihre eigene Miliz gegründet haben, um militante Extremisten zu vertreiben, hieß es.
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Attentate auf Sportereignisse waren bislang eher unüblich. Allerdings griffen die islamistischen Taliban kürzlich verstärkt Märkte und andere Orte an, an denen sich viele Zivilisten aufhielten. Bewohner einiger Orte gründeten deshalb in den vergangenen Monaten Milizen, um sich gegen die Gewalt zu Wehr zu setzen.
[Bildunterschrift: Dutzende Menschen wurden bei dem Anschlag auf einen Sportplatz verletzt. ]
In der Nähe von Lakki Marwat sind mehrere Hochburgen der Taliban. Der Distrikt grenzt an die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan, in denen Regierungstruppen seit Mitte Oktober eine Großoffensive gegen radikal-islamische Extremisten führen. Im Gegenzug verüben die Aufständischen immer wieder blutige Anschläge. Erst am Montag waren bei einem Anschlag viele Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Seit Oktober kamen Hunderte bei Terroranschlägen ums Leben.
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