Ein Polizist steht in Islamabad Wache vor einem Schrein | Bildquelle: dpa

Viele Verdächtige getötet Razzien nach IS-Anschlag in Pakistan

Stand: 18.02.2017 04:21 Uhr

Die Zahl der Opfer des IS-Anschlags auf Gläubige in Pakistan ist auf 88 gestiegen. Als Reaktion auf den Terror gehen die Sicherheitskräfte massiv gegen Extremisten vor. Nach Angaben der Armee wurden bei Razzien mehr als hundert Verdächtige getötet.

Nach einem der schwersten Selbstmordanschläge in der Geschichte Pakistans haben die Behörden zu einem massiven Gegenschlag ausgeholt. Landesweit seien Sicherheitskräfte gegen Extremisten vorgegangen, teilte ein Militärsprecher mit. Die Behörden machten "Fortschritte beim Aufdecken von Netzwerken", die hinter den jüngsten Anschlägen im Land steckten.

Die Sicherheitskräfte hätten "mehr als hundert Terroristen" getötet, teilte die Armee mit. Weitere seien festgenommen worden. Pakistans Regierungschef Nawaz Sharif erklärte, Aufständischen würden "mit aller Kraft des Staates" bekämpft.

Frauen zünden im Gedenken an die Opfer des Anschlags Kerzen an. | Bildquelle: AP
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Frauen zünden im Gedenken an die Opfer des Anschlags Kerzen an.

Täter sprengte sich inmitten von Tänzern in die Luft

Am Donnerstag war ein Anschlag auf auf eine heilige Stätte liberaler Muslime verübt worden. Dabei starben nach neuesten Angaben 88 Menschen. Hunderte Gläubige hatten sich im Lal-Shahbaz-Qalandar-Schrein in der abgelegenen Stadt Sehwan versammelt, um mit den traditionellen Sufi-Tänzen Allah zu verehren. Der Täter sprengte sich inmitten einer Gruppe von Tänzern und Zuschauern in die Luft. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat".

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Februar 2017 um 11:00 Uhr.

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