Terrorangriff auf das Hotel "Splendid" in Ouagadougou | Bildquelle: REUTERS

Terrorangriff in Burkina Faso Einsatzkräfte stürmen Hotel in Ouagadougou

Stand: 16.01.2016 06:41 Uhr

Nach dem Terrorangriff auf das Luxushotel "Splendid" in Ouagadougou haben Sicherheitskräfte mit der Erstürmung des Gebäudes begonnen. Nach Angaben der Regierung starben mindestens zehn Menschen, 30 Geiseln konnten in Sicherheit gebracht werden. Ein Al-Kaida-Ableger bekannte sich zu dem Terrorakt.

Bei der Erstürmung eines Hotels in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou haben Sicherheitskräfte Regierungsangaben zufolge mehr als 30 Menschen in Sicherheit bringen können, darunter der Arbeits- und Sozialminister Clement Sawadogo. Das teilte Kommunikationsminister Remis Dandjinou mit. Der Einsatz der Armee und französischer Spezialeinheiten gegen die Extremisten dauere an. Die Lage rund um das überfallene Hotel "Splendid" ist noch unübersichtlich.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, kurz nachdem die Sicherheitskräfte das Hotel gestürmt hätten, sei in der Eingangshalle ein Brand ausgebrochen, den die Feuerwehr zu löschen versuche. Aus dem Innern seien Schreie und Schüsse zu hören gewesen.

Der Chef des größten Krankenhauses von Ouagadougou, Robert Sangaré, sprach unter Berufung auf Augenzeugen von mindestens 20 Toten und etwa 15 Verletzten. Der Minister für innere Angelegenheiten, Simon Compaoré, bestätigte 10 Opfer. Sie seien in dem bei Ausländern beliebten Restaurant "Cappuccino", das sich neben dem Hotel befindet, gefunden worden.

Angriff auf Hotel in Ouagadougou (unkommentiert)
16.01.2016

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Mindestens vier schwer bewaffnete Angreifer hatten am Freitagabend gegen 19.30 Uhr Ortszeit (20.30 Uhr MEZ) das häufig von westlichen Ausländern genutzte "Splendid"-Hotel überfallen und eine noch immer unbekannte Zahl an Geiseln genommen. Mit herbei eilenden Sicherheitskräften lieferten sie sich einen Schusswechsel. Wie der staatliche Rundfunksender RTB berichtete, kam es auch zu Explosionen. Vor dem Hotel an der zentralen Kwame-Nkrumah-Allee standen ein Dutzend Fahrzeuge in Flammen.

Eine gerettete Frau in einem Auto mit einer durch einen Schuss zerborstenen Frontscheibe | Bildquelle: AP
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Eine gerettete Frau in einem beschossenen Auto

Al-Kaida-Ableger bekennt sich zu Übergriff

Laut der US-Organisation Site, die Dschihadisten-Propaganda analysiert, bekannten sich zwei Islamisten-Gruppen zu der Tat, darunter die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM). Die Gruppierung habe auf Arabisch mitgeteilt, dass die Angreifer sich nun verschanzt hätten und "die Zusammenstöße mit den Feinden der Religion weitergehen".

Burkina Faso ist bislang von Terrorattacken verschont geblieben. Doch gab es im angrenzenden Mali in den vergangenen Jahren wiederholt Überfälle militanter Islamisten auf von westlichen Ausländern frequentierte Hotels. Zuletzt wurden am 20. November bei einer Geiselnahme in einem Hotel 20 Menschen getötet, darunter 14 Ausländer. Auch zu diesem Angriff hatte sich der Al-Kaida-Ableger im Islamischen Maghreb zusammen mit anderen Gruppen bekannt.

Im vergangenen September verübten Mitglieder der Präsidentengarde einen Putsch, begruben ihre Ambitionen aber bereits eine Woche später. Eine Übergangsregierung kam zurück an die Macht, mittlerweile ist Roch Marc Kaboré Staatspräsident.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. Januar 2016 um 09:00 Uhr.

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