Oroville-Staudamm | Bildquelle: AFP

Angst vor Staudamm-Bruch Notstand wegen drohender Flutwelle

Stand: 13.02.2017 15:38 Uhr

Fast 200.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Kalifornien rief den Notstand für drei Bezirke aus. Der Grund: Nach heftigen Regenfällen droht eine riesige Flutwelle wegen Schäden an einem Staudamm. Die Situation sei "sehr ernst", sagte Gouverneur Brown.

Am riesigen Oroville-Staudamm in den USA droht möglicherweise eine Katastrophe: Kalifornien rief den Notstand für mehrere Bezirke aus, fast 200.000 Menschen sollten ihre Häuser verlassen. Nach schweren Regenfällen ist das Reservoir des Damms randvoll, wegen eines beschädigten Überlaufkanals befürchten die Sicherheitskräfte eine Flutwelle, die weite Teile der Region rund um den See treffen könnte.

Hunderttausende fliehen vor möglichem Staudammbruch in Kalifornien
tagesschau 17:00 Uhr, 13.02.2017, Stefan Niemann, ARD Washington

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"Sehr ernste Situation"

Gouverneur Jerry Brown sprach von einer "sehr ernsten Situation". Die Lage sei komplex und verändere sich schnell. Der Notstand gelte in Butte, Sutter und Yuba. In den drei genannten Bezirken wurden zahlreiche Notunterkünfte für die Einwohner bereitgestellt. Die Menschen unterhalb des Damms im Norden des US-Bundesstaates sollten ihre Häuser in Richtung Osten, Süden oder Westen, aber keinesfalls in Richtung Norden verlassen, erklärte die Behörden von Yuba auf Facebook. "Dies ist kein Probealarm", teilte sie per Twitter mit.

Yuba County @YubaCounty
ALERT!!!! Evacuation ordered for all Yuba County on the valley floor. Travel safely. https://t.co/BrRpXUJiX5

Wasser wird nun wieder umgeleitet

Der nur im Notfall genutzte Abflusskanal des Staudamms weist den Angaben zufolge starke Schäden auf. Um eine Katastrophe zu verhindern, ordnete die kalifornische Wasserbehörde DWR an, das über den kaputten Kanal abfließende Wasser kontinuierlich zu reduzieren. Die Massen wurden nach und nach wieder auf den Hauptabfluss umgeleitet, der allerdings selbst erst in der vergangenen Woche wegen eines Loches geschlossen worden war. Durch diese Maßnahme sei die Situation inzwischen "stabilisiert", sagte der Sheriff des County Butte, Kory Honea, "aber es bleiben viele Unbekannte". Wann die Bevölkerung wieder in das Gebiet zurückkehren könne, sei unklar.

Evakuierte in Nordkalifornien | Bildquelle: dpa
galerie

188.000 Menschen wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Heftige Regenfälle nach Jahren der Dürre

Die 235 Meter hohe und rund 2300 Meter lange Anlage liegt etwa 125 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sacramento. Sie staut den Oroville-See auf und dient der Stromgewinnung. Teile Kaliforniens hatten in den zurückliegenden Tagen wegen heftiger Regenfälle unter Wasser gestanden. Bewohner wurden aus ihren Häusern gerettet, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war. Die Wassermassen überraschten den Bundesstaat nach Jahren der Dürre.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Februar 2017 um 16:00 Uhr.

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