Obama im Weißen Haus

Obama verurteilt Massaker von Orlando "Akt des Terrors und Hasses"

Stand: 12.06.2016 20:18 Uhr

US-Präsident Obama hat das Attentat auf einen Nachtclub in Orlando verurteilt. Die Tat nannte er einen "Akt des Terrors und Hasses". Die FBI untersuche die Tat als Terroranschlag. Zuvor hatte sich bereits Donald Trump geäußert und von einem islamistischen Anschlag gesprochen.

US-Präsident Barack Obama hat sich bestürzt über das Attentat von Orlando geäußert. Dies sei ein besonders tragischer Tag für alle Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuellen (LGBTI), sagte er in einer ersten Stellungnahme. Obama sagte, er begreife den Anschlag als Angriff auf "uns alle" und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Die Tat sei das tödlichste Massaker in der US-Geschichte gewesen und ein "Akt des Terrors und Hasses". Bisher wisse man noch nicht endgültig, welche Motive der Täter hatte. Man wisse bisher nur, dass er "voller Hass" gewesen sei. Die FBI untersuche die Tat als Terroranschlag.

Trump vermutet islamistischen Anschlag

Zuvor hatte sich bereits der voraussichtliche republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump geäußert. Er habe Recht gehabt mit seiner Warnung vor islamistischen Anschlägen, schrieb er auf Twitter.

Trump hatte bereits den islamistisch motivierten Anschlag im Dezember im kalifornischen San Bernardino zum Wahlkampfthema gemacht, indem er danach ein generelles Einreiseverbot für Muslime forderte.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
Appreciate the congrats for being right on radical Islamic terrorism, I don't want congrats, I want toughness & vigilance. We must be smart!

Anteilnahme aus Europa

In Berlin verurteilte Regierungssprecher Steffen Seibert den "mörderischen Anschlag". Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich "erschüttert" über den "brutalen Anschlag".

Auch Frankreichs Staatschef François Hollande verurteilte die Tat "mit Schrecken". Der Präsident sicherte den US-Behörden und der US-Bevölkerung die "volle Unterstützung Frankreichs und der Franzosen in dieser schweren Zeit" zu.

Auch Papst Franziskus äußerte sich geschockt über die Bluttat von Orlando. Er schließe die Familien der Opfer in seine Gebete mit ein, teilte ein Vatikan-Sprecher mit.

Über dieses Thema berichtete das Nachtmagazin am 13. Juni 2016 um 00:15 Uhr.

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