Orban  | Bildquelle: AFP

Ungarns Ministerpräsident zu Balkanroute Orban will keine Flüchtlinge mehr durchlassen

Stand: 22.01.2016 18:09 Uhr

Immer mehr Balkanländer folgen dem Beispiel Österreichs und schränken die Durchreise von Flüchtlingen ein. Ungarns Ministerpräsident Orban kündigte nun an, gar keine Asylsuchenden mehr durch sein Land ziehen zu lassen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will generell keine Flüchtlinge mehr durch sein Land ziehen lassen. Die sogenannte Balkan-Route könne "verlaufen, wie sie will, aber dass sie nicht durch Ungarn gehen wird, ist sicher», erklärte der Rechtspopulist in seinem regelmäßigen Rundfunk-Interview.

Orban hatte bereits im vergangenen Jahr Zäune an den Grenzen zu Serbien und Kroatien errichten lassen. Damit hatte er die Flüchtlinge, die bis dahin durch Ungarn gezogen waren, nach Kroatien und Slowenien umgeleitet.  

"Können jederzeit weitere Zäune hochziehen"

Die Länder an der aktuellen Balkanroute bemühen sich zurzeit allerdings auch um eine Drosselung der Flüchtlingswanderung. Mit seiner Erklärung reagierte Orban daher auf Spekulationen, dass die Flüchtlinge irgendwann über Rumänien ausweichen könnten. In diesem Falle würden sie dann doch wieder durch Ungarn müssen, um in den Westen Europas zu gelangen.

Es sei alles vorbereitet, damit Ungarn jederzeit auch an seiner Grenze zu Rumänien einen Zaun hochziehen könne, sagte Orban.

Till Rüger, ARD Wien, zur Situation auf der Balkanroute
tagesschau24 13:00 Uhr, 22.01.2016

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