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Zwei Demonstranten haben die Zeremonie zur Entzündung des olympischen Feuers gestört. Die beiden Tibet-Aktivisten trugen schwarze Fahnen und liefen Parolen gegen die chinesische Besatzung Tibets schreiend ins antike Olympia-Stadion. Dort wurden sie von der griechischen Polizei festgenommen, die mit 1000 Mann vor Ort bereit stand. Der Zwischenfall ereignete sich während der Rede des Präsidenten des Organisationskomitees für die Pekinger Spiele, Lieu Qi.
Im Vorfeld der Zeremonie hatten mehrere tibetische Gruppen Proteste gegen die chinesische Regierung angekündigt.
Derweil ist das Olympische Feuer für die Spiele in Peking entfacht. Die Flamme wurde trotz zum Teil bewölkten Himmels mit einem Hohlspiegel und mit Hilfe der Sonnenstrahlen entzündet, wie das griechische Fernsehen zeigte. Nach einem Fackellauf durch Griechenland wird das Olympische Feuer am 30. März in Athen an die chinesischen Organisatoren übergeben. Das Feuer soll am 31. März Peking erreichen und von dort aus die "Reise der Harmonie" durch fünf Kontinente antreten.
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Auf diesem 13.700 Kilometer langen Weg planen Exiltibeter zahlreiche Protestaktionen. Der Sprecher der Organisation Studenten für ein freies Tibet, Tenzin Dorjee, forderte das IOC auf, Tibet von der Liste der Regionen zu streichen, durch die die Fackel getragen werden soll. Chinesische Bergsteiger erklärten dagegen ihre Bereitschaft, die Fackel trotz der Unruhen auf den Gipfel des Mount Everest bringen zu wollen.
"Wir schicken heute die Nachricht des Olympischen Waffenstillstandes", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, bei der Zeremonie im antiken Olympia. "Die Olympischen Spiele müssen in einer friedlichen Umgebung staffinden."
Trotz des Tibet-Konflikts wird Deutschland die Olympischen Spiele in Peking nicht boykottieren. "Nach Abwägung aller Argumente und in Wahrnehmung seiner Verantwortung gegenüber den Athleten" werde der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) "eine Mannschaft zu den Olympischen Spielen 2008 entsenden", hieß es in einer Erklärung des Präsidiums.
[Bildunterschrift: IOC-Chef Jacques Rogge fordert ein Ende der Gewalt in Tibet. ]
Zuvor hatte IOC-Chef Rogge erstmals sein Schweigen zum Tibet-Konflikt gebrochen und ein rasches Ende der Gewalt in Tibet gefordert. Gewalt, aus welchem Grunde auch immer, widerspreche den olympischen Werten und dem olympischen Geist. Rogge betonte, dass das IOC keine politische Organisation sei. Wichtigste Aufgabe des Komitees sei es vielmehr, für die Sportler die bestmöglichen Olympischen Spiele zu veranstalten. Er äußerte die Hoffnung, dass sich China durch die Olympischen Spiele den Blicken der Welt öffnen werde. Grund dafür seien nicht zuletzt Tausende Journalisten aus aller Welt, die über die Spiele in Peking im August berichten würden.
Aktuell verbietet China ausländischen Journalisten über die Lage in Tibet zu berichten. Laut exiltibetischen Organisationen soll es trotz massiven Truppenaufmarsches in mehreren Orten zu Protesten gekommen sein. Nach Augenzeugenberichten seien in dem Ort Xiapagou in Gansu nach Zusammenstößen von rund 1000 Demonstranten mit Sicherheitskräften mehrere Tibeter verletzt worden. Wie es weiter hieß, sollen Klöster teilweise umstellt und von der Lebensmittel- und Wasserversorgung abgeschnitten sein.
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