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Bei den Protesten der Occupy-Bewegung in New York ist es zwischen Demonstranten und der Polizei zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. US-Medien berichten, etwa 250 Menschen seien festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei wurden zehn Demonstranten und sieben Polizisten verletzt.
Einigen Beamten soll von den Aktivisten eine scharfe Flüssigkeit in die Augen gespritzt worden sein. Reporter berichteten, die Polizei sei hart vorgegangen, da die Demonstration nicht angemeldet gewesen sei.
Hunderte Occupy-Anhänger hatten sich unweit der New Yorker Börse versammelt, um deren Öffnung zu verzögern. Die Menge skandierte Parolen wie "Die Wall Street ist geschlossen" und hinderte Börsianer daran, zu ihren Arbeitsplätzen zu gelangen.
Die unmittelbare Umgebung des Gebäudes in Manhattan wurde jedoch von einem massiven Polizeiaufgebot abgeriegelt. Eisengitter und Beamte in Kampfmontur versperrten den Demonstranten den Weg direkt in die Börse. Wer zu seinem Arbeitsplatz wollte, musste scharfe Kontrollen über sich ergehen lassen. Ihr Vorhaben, die Börse lahm zu legen, konnten die Demonstranten nicht umsetzen.
Viele Menschen beteiligten sich auf Straßenkreuzungen an Sitzblockaden, die zum Teil von berittenen Polizisten wieder aufgelöst wurden. Auch U-Bahn-Stationen wurden blockiert. Bei einem "Sit-in", einer "Sitzbesetzung" am nahe gelegenen Foley Square direkt vor dem Gerichtsgebäude kam es zu weiteren Festnahmen.
Zum Abschluss des "Day of Action" zogen die Occupy-Anhänger in den späten Abendstunden mit Lichtern und Plakaten über die Brooklyn Bridge.
Der Aktionstag markierte das zweimonatige Bestehen der Occupy-Bewegung. Die Stimmung war diese Woche aufgeheizt worden, als die Polizei den Zuccotti-Park räumte, wo die Demonstranten seit September campierten.
Die Demonstranten waren nach Aufrufen über Netzwerke wie Facebook in den New Yorker Finanzbezirk gekommen, um gegen die Macht der Banken und soziale Ungerechtigkeiten zu demonstrieren. Am "Day of Action", dem "Tag der Aktion", zogen sie durch die Stadt.
Auch in anderen US-Städten fanden Großveranstaltungen statt, unter anderem in Los Angeles. Dort wurden 23 Menschen festgenommen.
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