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28.05.2012

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Ausland
Zehntausende feiern Barack Obama in Washington
Die Party hat begonnen!

Bruce, Beyonce, Bono - und Barack

Noch ist Barack Obama nicht Präsident, beweisen muss er sich ohnehin noch. Aber die Amerikaner feiern ihn schon jetzt euphorisch. Zum Beispiel mit einem gigantischen Konzert in Washington - wo alles auftrat, was Rang und Namen hat. Um den Mann zu feiern, auf dem die Hoffnungen eines ganzen Landes ruhen.

Von Klaus Kastan, BR-Hörfunkstudio Washington

Die Familie des künftigen US-Präsidenten Obama und die des Vizepräsidenten Biden beim Konzert "We are One" (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Jubel hinter Panzerglas: Die Obamas und die Bidens ]
Wann hat es das schon einmal gegeben? Ein neuer US-Präsident zieht ins Weiße Haus ein - und zwei Tage vor der Amtseinführung feiern weltbekannte Pop-Stars zusammen mit rund 500.000 begeisterten Menschen vor dem Lincoln Memorial in Washington das historische Ereignis.

Den Traum der Väter weiterleben

Bruce Springsteen, der Boss, war einer der großen Stars, der gestern Nachmittag für Barack Obama und die Fans sang. "We are one", wir gehören zusammen, war das Motto der Künstler, zu denen auch Stevie Wonder, die irische Band U2, James Taylor, Jon Bon Jovi und  Beyonce gehörten. Manche Fans waren bei eisigen Temperaturen bereits sechs Stunden vor Konzertbeginn zum Lincoln Memorial gekommen, eingepackt in warme Mäntel und die Mützen waren über die Ohren gezogen: "Meine Mutter war schon da, als Martin Luther King vor 47 Jahren genau hier seine große Rede hielt. Wir sind mit der ganzen Familie hierher gekommen, wir sind so begeistert und schauen hoffnungsvoll in die Zukunft", sagt einer.

U2 (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: "We are one!" - Auch Bono huldigt Barack Obama. ]
Begeistert von der Musik, begeistert von Barack Obama. Und der zukünftige Präsident wurde beim Mammutkonzert natürlich gefeiert, auch wenn er in seiner Rede seinen Landsleuten schwierige Zeiten ankündigte: "Auf dem Weg nach vorne wird es immer wieder auch Rückschläge geben und wir werden am Anfang auch Fehler machen. Und das wird unsere Entschlossenheit auf die Probe stellen. Ich stehe heute hier voller Hoffnung wie immer, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Bestand haben werden, dass der Traum unser Gründungsväter in unserer Zeit weiterleben wird."

Bilder:

Zehntausende warten auf die Amtseinführung Obamas (Foto: AP)
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"Das ist ein Wunder!"

Von solchen Sätzen fühlen sich die Menschen inspiriert, auch eine Konzertbesucherin, die sogar ein wenig Deutsch spricht: "Im Englischen sagen wir dazu, das ist ein Wunder - ein Wunder deswegen, weil ich nicht gedacht habe, dass ich das noch einmal erleben werde. Und er ist der Richtige zur richtigen Zeit."

Barack Obama, der neue Hoffnungsträger. Die Menschen vertrauen ihm, nicht nur, weil er ein großer Redner ist, sondern weil sie ihm abnehmen, was er sagt: "Was mir die größte Hoffnung überhaupt gibt, ist nicht der Stein und Marmor, der uns hier umgibt, sondern das, was den Raum dazwischen ausfüllt. Das seid Ihr. Amerikaner von jeder Herkunft, aus allen Regionen des Landes, die hierher gekommen sind, weil Ihr die Zukunft dieses Landes mitgestalten wollt."

Der heutige Montag ist in den USA Feiertag - Martin Luther King Day. Barack Obama hat die Menschen aufgefordert, sich heute sozial zu engagieren.

Stand: 19.01.2009 05:57 Uhr
 

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