Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Die USA bauen die Atomkraft aus: Präsident Barack Obama hat seine bereits im Januar im Kongress vorgestellten Pläne zum Bau neuer Kraftwerke konkretisiert und der Atomwirtschaft staatliche Milliardenkredite in Höhe von acht Milliarden Dollar zugesagt. Mit den Krediten sollen erstmals seit 30 Jahren zwei Reaktoren im Bundesstaat Georgia gebaut werden.
Der Ausbau der Atomenergie sei nötig, um die Abhängigkeit der USA von Ölimporten zu verringern und den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen zu verringern, begründete Obama. Der Bau der Reaktoren in Georgia werde Tausende Arbeitsplätze in der Konstruktionsphase sowie 800 dauerhafte Jobs schaffen. Die neue Anlage werde 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr weniger ausstoßen als ein vergleichbares Kohlekraftwerk.
Obama räumte in seiner Rede ein, dass die Atomenergie auch "ernsthafte Nachteile" habe. Als Beispiel nannte er die ungelöste Frage der Lagerung atomarer Abfälle. Der Streit um die Atomkraft "darf uns aber nicht vom Fortschritt abhalten", forderte er. Andernfalls drohten die USA den Anschluss an Länder wie Frankreich, China oder Südkorea zu verlieren, die massiv in Atomenergie investierten.
In den kommenden Jahren will Obama darüber hinaus die staatlichen Kreditgarantien "für moderne nukleare Kraftwerke" verdreifachen. Mit den Milliardenkrediten für die Atomindustrie will der Präsident offenbar den Kongress für seine Klimaschutzpläne gewinnen. Nach seiner Einschätzung gebe es einige Gemeinsamkeiten mit den Republikanern in der Klimapolitik, auf denen es aufzubauen gelte, sagte der Präsident. Seine Energie- und Klimaberaterin Carol Browner forderte Republikaner und andere Atomkraftbefürworter auf, die Zugeständnisse der Regierung beim Bau neuer Kernkraftwerke zu würdigen.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW