Obama auf Flaggen (Bildquelle: REUTERS)

Eid für zweite Amtszeit Obamas zweiter Schwur vor Hunderttausenden

Stand: 21.01.2013 04:34 Uhr

Nach der privaten Vereidigung von Präsident Obama für seine zweite Amtszeit legt er heute nochmal das Gelöbnis ab - in aller Öffentlichkeit, vor Hunderttausenden, auf den Stufen des Kapitols. Mit Spannung wird seine Antrittsrede erwartet, an der er schon seit Dezember feilt. Die ARD berichtet ab 17.15 Uhr live.

Von Rolf Büllmann, BR-Hörfunkstudio Washington

Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika schreibt vor, dass der Präsident seinen Amtseid am 20. Januar ablegt - und zwar vor 12.00 Uhr Mittags. Und pünktlich, gestern um fünf vor zwölf war es soweit.

John Roberts, der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofes der USA nahm Barack Obama den Amtseid ab. Beim letzten Mal , vor vier Jahren, hatte Roberts sich versprochen - zur Sicherheit legte Obama den Eid dann noch ein zweites Mal ab. Als es diesmal fehlerlos klappte raunte der Präsident seiner Familie zu: "Ich habe es geschafft." Und seine Tochter Sasha antwortete: "Ja, du hast es nicht verbockt!"

Nach dem Eid ist vor dem Eid
R. Büllmann, BR Washington
21.01.2013 06:36 Uhr

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Nach dem Eid ist vor dem Eid

Trotzdem wird er heute nochmal den Amtseid ablegen. Die Tradition verlangt, dass die Feierlichkeiten zur Amtseinführung - inklusive öffentlichem Eid - an einem Wochentag stattfinden. Das bedeutet, dass Obama am Ende insgesamt vier Mal den Eid geleistete haben wird - zweimal vor vier Jahren, zweimal dieses Jahr.

Das hat bislang nur Franklin Delano Roosevelt geschafft, der einzige Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten, der tatsächlich vier Mal gewählt wurde, das war damals noch möglich.

Tina Hassel (ARD Washington) zur öffentlichen Amtseinführung Obamas
tagesschau 16:00 Uhr, 21.01.2013

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Hunderttausende zur Zeremonie in Washington

Heute, wenn Obama in aller Öffentlichkeit seinen Eid ablegt, wird er das vor Hunderttausenden Zuschauern tun. Schon seit Tagen strömen die Menschen nach Washington, wie zum Beispiel Sharice aus Los Angeles: "Ich bin gekommen, weil wir so was Aufregendes vielleicht nie mehr erleben. Das kann ich von Generation zu Generation weitergeben, an meine Tochter und meine Enkelkinder. Ich bin sehr aufgeregt und voller Hoffnung."

Und auch Jeff und Christa, die aus New York angereist sind, sind aufgeregt: "Wir haben die Wahl sehr genau verfolgt und jetzt können wir den Schluss erleben. Ich freue mich, es ist einfach eine festliche Zeit."

Und tatsächlich wird sich Washington heute sehr feierlich und festlich zeigen. Rund ums Weiße Haus sind die Straßen und Gebäude mit großen Fahnen geschmückt. Die Tribünen für die Zuschauer stehen schon seit Tagen, die Sitzplätze für die Ehrengäste sind aufgebaut.

Vorbereitungen auf öffentlichen Amtseid Obamas in Washington
tagesschau 12:00 Uhr, 21.01.2013, Tibet Sinha, ARD Washington

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Eine Antrittsrede, an der seit Wochen gefeilt wird

Der Präsident wird vor dem Kapitol eine große Rede halten. Es hieß, sie solle weniger tagespolitisch aktuell sein, sondern sich eher mit Werten und Ideen befassen. Schon seit Wochen arbeite der Präsident an dieser Rede und er werde wohl bis zur letzten Minute daran feilen. Anschließend werden Präsident Obama und die First Lady eine große Parade anführen - vom Kapitol bis zum Weißen Haus.

Vorher aber beginnt der Große Tag wie jeder andere Arbeitstag für Obama: Frühstück mit der Familie und danach ein ausführliches Briefing über den Stand der Dinge in aller Welt - immerhin ist der Mann der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. 

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