Eisschollen in der Arktis | Bildquelle: dpa

Obamas Förderverbot Schutz für Arktis und Atlantik

Stand: 21.12.2016 02:05 Uhr

US-Präsident Obama hat seinem Nachfolger Trump die Ausbeutung von Energiereserven in sensiblen Gebieten erschwert. Gemeinsam mit Kanada haben die USA große Teile der arktischen Gewässer und bestimmte Atlantikteile für Ölbohrungen gesperrt.

US-Präsident Barack Obama hat weite Teile der Arktis und bestimmte Gebiete im Atlantik für Öl- und Gasbohrungen gesperrt und damit der Energieagenda seines Nachfolgers Donald Trump einen Schlag versetzt.

Gemeinsam mit dem Nachbarstaat Kanada haben die USA große Teile der arktischen Gewässer für Ölbohrungen gesperrt, teilte das Weiße Haus mit. Gesperrt bleiben die Tschuktensee und die Beaufort See auf der US-Seite und die kompletten Arktis-Gewässer vor Kanada. Damit sollten die einzigartigen und vielfältigen Ökosysteme sowie die Interessen der Ureinwohner geschützt werden, hieß es vom Weißen Haus.

Das Risiko von Ölverschmutzungen durch riskante Bohrvorhaben in technisch schwer beherrschbaren Gefilden solle minimiert werden. Obama werde auch große Teile der atlantischen Küstenregion im Osten der USA von Neu-England bis Virginia für Ölvorhaben sperren. Bereits bestehende Lizenzen seien von den Sperrungen nicht betroffen.

Obama hat weite Teile der Arktis für Öl- und Gasbohrungen gesperrt
tagesthemen 22:00 Uhr, 21.12.2016, Stefan Niemann, ARD Washington

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Lob und Kritik

Das American Petroleum Institute, eine Lobbyorganisation für fossile Energieträger, kritisierte, Obamas Blockade der Ölbohrungen werde "unsere nationale Sicherheit schwächen, gutbezahlte Jobs zerstören und Energie weniger erschwinglich für die Verbraucher machen". Die Umweltorganisation Sierra Club begrüßte die Entscheidung hingegen. "Präsident Obama konsolidiert erneut eine beispiellose Klimabilanz", erklärte sie.

Sperrung nur schwer rückgängig zu machen

Umweltschützer hoffen, dass sich das Verbot vom künftigen Präsidenten Trump nicht mehr umkehren lassen kann. Das Weiße Haus selbst zeigte sich optimistisch, dass die Verfügung Obamas möglichen juristischen Anfechtungen standhalten werde. Der Wortlaut des Gesetzes lasse künftigen Präsidenten keinen Spielraum, die Sperrungen auszuhebeln.

Obamas Vorgehen ist durch ein Gesetz von 1953 legitimiert, das ihm die dauerhafte Sperrung von Gewässern für Offshore-Bohrungen erlaubt. Für Trump, der eine stark deregulierte Energiepolitik zugunsten der Ölindustrie angekündigt und mit Rex Tillerson einen Ölmanager zum Außenminister gemacht hat, gibt es kaum Möglichkeiten, den Schritt rückgängig zu machen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Dezember 2016 um 04:51 Uhr.

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