Demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton | Bildquelle: AP

Zeitung unterstützt Präsidentschaftskandidatur "New York Times" würde Clinton wählen

Stand: 31.01.2016 08:08 Uhr

Kurz vor den am Montag beginnenden Vorwahlen erfährt die demokratische Bewerberin Clinton Unterstützung von einer der renommiertesten Zeitungen des Landes: Die "New York Times" sprach sich für sie als Präsidentschaftskandidatin aus.

Die "New York Times" unterstützt die Präsidentschaftskandidatur der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton. Die frühere Außenministerin zähle zu den "qualifiziertesten Kandidaten in der jüngeren Geschichte", heißt es in einem Leitartikel der Zeitung. Der linksgerichtete Senator Bernie Sanders habe hingegen "nicht die Erfahrung und die programmatischen Ideen, die Clinton auszeichnen".

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Hillary Clinton is the right choice to present a vision that counters what Republicans offer https://t.co/RU4fB8aX70 https://t.co/znXzbR0WjL

Die Zeitung hatte bereits zweimal eine Empfehlung für Clinton abgegeben, als sie für den Senat kandidierte. Zudem unterstützte sie die frühere First Lady 2008 im Rennen um die Präsidentschaft. Damals unterlag Clinton im Vorwahlkampf dem jetzigen Staatschef Barack Obama.

Familie Clinton im Wahlkampf | Bildquelle: AFP
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Das "Team Clinton": Im Wahlkampf wird die frühere Außenministerin von ihrem Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, und ihrer Tochter Chelsea unterstützt.

Favorit bei den Republikanern: John Kasich

Unter den republikanischen Kandidaten für das Präsidentenamt sei der Gouverneur von Ohio, John Kasich, der einzig annehmbare Bewerber, schrieb das liberale Blatt. Der Außenseiter hebe sich positiv ab von seinen radikalen und unerfahrenen Kontrahenten. Der aussichtsreichste republikanische Anwärter Donald Trump sei ein Populist, der seine Haltung ständig ändere, schrieb die "New York Times". Der Milliardär habe in den Bereichen "nationale Sicherheit, Verteidigung oder Welthandel keine Erfahrung" und auch kein Interesse daran, sich in diese Themen einzuarbeiten. Der Senator Ted Cruz, Trumps größter Herausforderer, sei nur von persönlichem Ehrgeiz getrieben und "würde alles sagen, um zu gewinnen".

Wahlkampf-Marathon in Iowa

In landesweiten Umfragen zur demokratischen Nominierung liegt Clinton derzeit deutlich vor Sanders. Am Montag finden im Bundesstaat Iowa die ersten Vorwahlen der beiden Parteien statt.

Trump landet in Iowa | Bildquelle: AFP
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Clintons Konkurrent Trump setzt auf den großen Aufrtitt in Iowa: Sein Privatjet flog besonders flach über einen mit wartenden Zuschauern gefüllten Hangar, während zeitgleich Musik aus dem Film "Air Force One" gespielt wurde.

Der US-Staat gilt als Stimmungsbarometer dafür, wie es in anderen Teilen der USA weitergehen könnte. Die Kandidaten der Demokraten und Republikaner sind infolgedessen kreuz und quer durch Iowa unterwegs, um die letzten Wähler von sich zu überzeugen. Vor allem dreht sich alles um die Frage, ob Trump oder der überraschend starke Sanders den bisherigen Enthusiasmus ihrer Anhänger auch wirklich in Stimmen umwandeln können.

Iowa dient auch dazu, das große republikanische Teilnehmerfeld auszudünnen, bevor es am 9. Februar mit den Vorwahlen in New Hampshire weitergeht.

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