Schweiz untersagt Skilift-Ausfuhr nach Nordkorea

Schweiz untersagt Lieferung an Nordkorea

Kein Skilift für Kim Jong Un

Die Schweizer Regierung hat den Export von Skiliften nach Nordkorea untersagt. Dies könnte zur Verzögerung bei der Fertigstellung eines Prestigeprojektes führen, das Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un versprochen hatte. Bis Ende des Jahres soll ein Skigebiet am Masik-Pass errichtet werden. Das Vorhaben gilt als Gegenprojekt zu den Olympischen Winterspielen, die 2018 in Südkorea stattfinden sollen.

Kim Jong Un besichtigt ein geplantes Skigebiet (Bildquelle: REUTERS)
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Die staatliche nordkoreanische Agentur KCNA ließ Bilder verbreiten, wie Kim Jong Un die Bauarbeiten für das geplante Skigebiet begutachtet. Lifte aus der Schweiz wird es dort nicht geben.

Skilifte fallen unter die verschärften Sanktionen

In der Schweiz erklärte eine Sprecherin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), das geplante Geschäft falle unter die Anfang Juli verschärften Sanktionen. Angesichts der wirtschaftlichen Lage in dem abgeschotteten Land sei es nicht vorstellbar, dass die breite Öffentlichkeit die Anlagen nutzen könne. Der Schweizer Regierung erscheine es daher unangemessen, wenn sich Unternehmen des Landes an dem Vorhaben beteiligten, sagte die Sprecherin. Das Unternehmen Bartholet Maschinenbau (BMF) dürfe die Anlagen daher nicht ausführen.

Kim Jong Un hat selbst eine persönliche Verbindung zur Schweiz. Der heutige Staatschef ging in der Eidgenossenschaft nahe Bern unter falschem Namen zur Schule. Dort hat er Medienberichten zufolge auch gelernt, Ski zu fahren.

Kein Schweizer Skilift für nordkoreanisches Luxusressort
H.-J. Maurus, ARD Zürich
20.08.2013 11:47 Uhr

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Stand: 19.08.2013 19:19 Uhr

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