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Menschen in Südkorea verfolgen die Fernsehnachrichten zum Raktenstart.

Nordkorea startet Rakete

Ein "hoch provokativer Akt"

Nordkoreas Regierung feiert sich. Eine Rakete habe erfolgreich einen Wettersatelliten ins Weltall gebracht, ließ Pjöngjang verkünden. Dieser habe inzwischen die geplante Erdumlaufbahn erreicht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Unha-3-Rakete sei von einer Rampe an der Westküste Nordkoreas aus gestartet. Nordkoreaner quittierten die Ausstrahlung eines Sonderberichts über den Start vor den Bildschirmen mit Applaus.

Der frühmorgendliche Raketentest kam überraschend, hatte Pjöngjang doch erklärt, das Zeitfenster dafür wegen technischer Probleme um eine Woche bis zum 29. Dezember verlängern zu wollen.

Nordkoreas Regierung feiert gelungenen Satellitenstart
tagesschau 12:00 Uhr, 12.12.2012, Philipp Abresch, ARD Tokio

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Ein südkoreanischer Zerstörer habe jedoch gegen 10:00 Uhr (Ortszeit) den Raketenstart registriert, sagte der Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, Kim Min Seok, auf einer Pressekonferenz. Rund eine Minute nach dem Abheben der Rakete sei ihre erste Phase ins Gelbe Meer gestürzt. Das Geschoss überflog kurz darauf eine südkoreanische Insel nahe der Grenze zu Nordkorea und den Westen der japanischen Insel Okinawa, bis es schließlich von den südkoreanischen Radarschirmen verschwand.

Nordkorea testet erfolgreich Langstreckenrakete
P. Kujath, ARD Tokio
12.12.2012 12:09 Uhr

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Test für nordkoreanisches Atomprogramm?

Die USA, Japan, Südkorea und andere Staaten vermuten hinter dem Raketenstart einen Test für das nordkoreanische Atomprogramm - die Langstreckenraketen sind das wichtigste Transportmittel für atomare Sprengköpfe.

Ein "nicht tolerierbarer", "hoch provokativen Akt"

Ein Südkoreaner verfolgt den Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete
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Ein Südkoreaner verfolgt den Start der Rakete in den Fernsehnachrichten.

Südkorea und Japan beriefen umgehend ihre Sicherheitskabinette ein. Ein japanischer Regierungssprecher verurteilte den Raketenstart als "nicht tolerierbar". Südkoreas Außenminister Kim Sung Hwan drohte Nordkorea mit gravierenden Konsequenzen.

Die USA sprachen von einem "hoch provokativen Akt", der die regionale Sicherheit bedrohe und gegen UN-Resolutionen verstoße. "Diese Aktion ist ein weiteres Beispiel für das unverantwortliche Verhaltensmuster Nordkoreas", sagte Tommy Vietor, der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates.

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wertete den Raketenstart als klaren verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Russlands Außenministerium kritisierte, mit dem Start habe Nordkorea die Gespräche mit der internationalen Gemeinschaft über sein Atomprogramm "deutlich erschwert".

Die USA und Japan beantragten Beratungen des UN-Sicherheitsrats - dieser will noch heute zusammenkommen und über das Thema beraten.

Südkoreaner verbrennen eine Papierrakete aus Potest gegen den Raketenstart Nordkoreas.
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Südkoreaner verbrennen eine Papierrakete als Reaktion auf den Raketenstart Nordkoreas ...

Zweiter Versuch seit Amtsantritt von Kim Jong Un

Der jüngste Raketenstart war der zweite Versuch eines solchen Tests seit der Amtsübernahme von Kim Jong Un, der nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il vor knapp einem Jahr Präsident wurde. Zuletzt war im April ein ähnlicher Versuch fehlgeschlagen. Das Geschoss brach damals kurz nach dem Start auseinander.

Südkoreaner protestieren nach dem Raketenstart gegen Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un
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... und protestieren deshalb gegen Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un.

Nordkorea verfügt über Kurz- und Mittelstreckenraketen, doch mehrere Tests von Langstreckenraketen waren zwischen 1998 und 2011 gescheitert. US-Experten gehen davon aus, dass Nordkorea zwar ausreichend waffenfähiges Plutonium besitzt, um damit Dutzende Atombomben zu bestücken. Doch ist bislang nicht bekannt, dass das Land über funktionstüchtige Trägerraketen verfügt.

Nach den Tests verhängte der UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen Pjöngjang. Nach einer UN-Resolution von 2009 darf Nordkorea zudem keine ballistische Raketenstarts ausführen.

Stand: 12.12.2012 09:17 Uhr

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