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Nach heftigen Regenfällen

88 Tote durch Überschwemmungen in Nordkorea

In Nordkorea sind nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen laut offiziellen Angaben 88 Menschen ums Leben gekommen. Knapp 63 000 Menschen wurden durch die Überschwemmungen obdachlos. Wie die Staatsmedien des abgeschotteten Landes berichteten, wurden außerdem 134 Menschen verletzt, als der Taifun "Khanun" mit heftigen Regenfällen über das Land hinweg zog. Die seit einer Woche andauernden Überschwemmungen hätten "große menschliche und materielle Verluste" gebracht.

30.000 Hektar Ackerland zerstört

Der Taifun "Khanun" sorgte für tagelange heftige Regenfälle.
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Der Taifun "Khanun" zerstörte viel Ackerland.

Die jüngsten Opferzahlen stellen einen drastischen Anstieg zum vergangenen Mittwoch dar, als das Land noch von acht Toten gesprochen hatte. Am stärkten betroffen war den Berichten zufolge der Südwesten des Landes. Mehr als 17.000 Gebäude seien zerstört oder überflutet. Zudem seien 30.000 Hektar Ackerland weggespült oder stünden unter Wasser. Außerdem seien 60 Fabriken und viele Straßen beschädigt worden.

Die Schäden dürften nach Ansicht von Beobachtern die ohnehin angespannten Versorgungslage in den betroffenen Gebieten weiter verschlechtern. In einem Überblicksbericht der Vereinten Nationen hatte es Mitte Juni geheißen, dass rund zwei Drittel der 24,1 Millionen Nordkoreaner nicht genug zu essen hätten.

Tote und Obdachlose bei Überflutungen in Nordkorea
tagesschau 14:20 Uhr, 29.07.2012

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Nahrungshilfe von außen

Nordkorea ist weltweit einer der Staaten, die sich am stärksten vom Ausland isolieren. Das Regime liegt mit der internationalen Gemeinschaft im Streit um seine Atomwaffen- und Raketenprogramme. Nach einer Reihe von Naturkatastrophen und aufgrund der eigenen Misswirtschaft ist das Land seit vielen Jahren auf Nahrungshilfe von außen angewiesen. In den 90er-Jahren hatte eine Hungersnot Hunderttausende Nordkoreaner das Leben gekostet.

Stand: 29.07.2012 15:14 Uhr

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