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Ausland
Nordkorea
Nordkorea droht Süden mit Militärschlag
Neuer Raketentest in Nordkorea

Pjöngjang droht mit Militärschlag

Nordkorea hat einem Agenturbericht zufolge erneut eine Kurzstreckenrakete abgeschossen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap News beruft sich auf südkoreanische Regierungskreise. Nordkorea hatte am Dienstag bereits zwei weitere Raketen abgefeuert, nachdem es am Vortag einen atomaren Sprengsatz gezündet hatte.

Zudem sollen US-Spionagesatelliten Hinweise darauf gefunden haben, dass Pjöngjang die Atomanlage in Yongbyon wieder in Betrieb genommen hat. Die Zeitung "Chosun Ilbo" schreibt unter Berufung auf südkoreanische Regierungskreise, aus einer Wiederaufarbeitungsanlage sei Dampf gekommen. Das Verteidigungsministerium in Seoul und der Geheimdienst des Landes bestätigten diese Meldung bisher aber nicht.

Weltgemeinschaft sucht Antwort

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Machthaber Kim meldet sich als Unruhestifter zurück. Die Uno sucht noch nach einer angemessenen Reaktion. ]
Der UN-Sicherheitsrat hatte den Atomwaffentest in einer Erklärung scharf verurteilt. Derzeit berät der Rat über eine Resolution, mit der die bereits bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea weiter verschärft werden könnten.

Trotz der jüngsten Atom- und Raketentests wollen die USA weiter den Dialog mit Nordkorea suchen und sind zur Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche mit den beiden koreanischen Staaten, China, Japan und Russland bereit. Ein gesondertes Treffen zwischen Vertretern Washingtons, Seouls und Tokios ist für den Samstag in Singapur geplant.

Nordkorea droht Südkorea militärisch

Nordkorea hat die Beteiligung Südkoreas an einer internationalen Initiative zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen als Kriegserklärung bezeichnet. Die Streitkräfte erklärten, sie würden mit militärischen Mitteln reagieren, wenn Südkorea im Rahmen dieses Programms nordkoreanische Schiffe aufbringen und durchsuchen würde. Jeder "feindliche Akt gegen unsere Republik" werde einen "starken Militärschlag" nach sich ziehen. In der von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung heißt es weiter, man fühle sich nicht länger an den nach dem Koreakrieg vereinbarten Waffenstillstand von 1953 gebunden.

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Stand: 27.05.2009 01:27 Uhr
 

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