Ein Sicherheitsmann auf dem nordkoreanischen Schiff im Panamakanal (Bildquelle: AP)

Nach Waffenfund auf Schiff aus Kuba Nordkorea fordert Weiterfahrt

Stand: 18.07.2013 04:19 Uhr

Nach dem Waffenfund an Bord eines nordkoreanischen Schiffes im Panamakanal hat Nordkorea die Freilassung der Schiffsbesatzung gefordert. Die "Chong Chon Gang" sei wegen des Verdachts auf Drogen gestoppt worden, hieß es aus dem Außenministerium in Pjöngjang. Die Fahnder hätten jedoch kein Rauschgift an Bord des Schiffes gefunden. Stattdessen fanden sie Zucker und Raketenteile.

Wie das panamaische Außenministerium mitteilte, will Pjöngjang nun zwei Gesandte nach Panama schicken. Sie sollen den Vorfall aus der Sicht Nordkoreas schildern und sich für die Weiterfahrt des Schiffes einsetzen.

Arbeiter stehen in einem Frachtraum der "Chong Chon Gang" (Bildquelle: AP)
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Die Container mit den Waffen aus Kuba waren im Laderaum von Zuckersäcken umgeben.

Raketen und Kampfflugzeuge für Nordkorea

Der Frachter war am Montag im Panamakanal gestoppt worden. Bei der Durchsuchung fanden die Behörden Raketenteile und Kriegsmaterial, darunter alte Flugabwehrsysteme sowjetischer Bauart, zwei Kampfflugzeuge des Typs MiG-21 sowie 15 Flugzeugtriebwerke. Die Container mit den Waffen befanden sich unter einer Ladung Zucker.

Am Dienstag bestätigte die kubanische Regierung, die Waffen nach Nordkorea geschickt zu haben. Es handele sich um "veraltetes, defensives Kriegsgerät", das in Nordkorea repariert und nach Kuba zurückgeschickt werden sollte, teilte das kubanische Außenministerium mit. Eine UN-Resolution verbietet seit 2006 Waffenlieferungen nach Nordkorea.

Kubanischer Waffenschmuggel nach Nordkorea wird Fall für die UN
tagesthemen 22:15 Uhr, 18.07.2013, Karin Feltes, ARD Mexiko-Stadt

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