US-Bomber über Korea (Archivbild) | Bildquelle: AFP

Konflikt mit Nordkorea USA bestreiten Kriegserklärung

Stand: 25.09.2017 20:52 Uhr

Nordkorea sieht in der Ankündigung von US-Präsident Trump, das Land möglicherweise "vollständig zu vernichten", eine Kriegserklärung und droht seinerseits mit Abschuss von US-Kampfflugzeugen. Jetzt versuchen die USA zu beschwichtigen.

Das Weiße Haus hat bestritten, dass US-Präsident Donald Trump mit seinen martialischen Drohungen an Nordkorea dem Land den Krieg erklärt habe. Diese Darstellung sei "absurd", sagte die Präsidentensprecherin Sarah Huckabee Sanders. Sie reagierte damit auf Äußerungen des nordkoreanischen Außenministers Ri Yong Ho, der gesagt hatte, Trump habe "unserem Land den Krieg erklärt", und der mit dem Abschuss von US-Kampfflugzeugen gedroht hatte.

Ri hatte zuvor vor Journalisten in New York erklärt, Trump behaupte, dass Nordkoreas Führung nicht viel länger existieren werde. Daher habe sein Land jedes Recht, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sagte Ri - auch die Option, strategische Bomber der USA abzuschießen, selbst wenn sie sich nicht im Luftraum Nordkoreas befänden. Man werde sehen, wer länger durchhalte. Die Charta der Vereinten Nationen gestehe allen Mitgliedstaaten das Recht der Selbstverteidigung zu.

Washington versucht im Nordkorea-Konflikt zu beschwichtigen
tagesschau24 10:00 Uhr, 26.09.2017, Sebastian Ottowitz, ARD-aktuell

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Pentagon droht zurück

Das US-Verteidigungsministerium erklärte darauf, man werde sich von dem Land nicht unbegrenzt herausfordern lassen. "Wenn Nordkorea seine Provokationen nicht einstellt, werden wir dem Präsidenten Optionen anbieten, um mit Nordkorea umzugehen", sagte Pentagon-Sprecher Robert Manning. Welche Möglichkeiten dem Präsidenten unterbreitet würden, sagte er nicht.

"Vollständige Vernichtung"

Der US-Präsident hatte Nordkorea in der vergangenen Woche in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit der "vollständigen Vernichtung" gedroht, wenn das Land seine atomare Aufrüstung fortsetze. Zudem twitterte Trump, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und seine Regierung würden "nicht mehr lange hier sein".

US-Präsident Trump hält seine erste Rede vor der UN-Vollversammlung. | Bildquelle: REUTERS
galerie

US-Präsident Trump hatte vor der UN-Vollversammlung mit der "vollständigen Vernichtung" Nordkoreas gedroht.

Am selben Tag schickten die USA mehrere Langstreckenbomber aus Guam und Kampfjets in den internationalen Luftraum östlich von Nordkorea, um im Streit um Nordkoreas Atomprogramm Stärke zu demonstrieren. Pentagon-Sprecher Manning sagte, die US-Flugzeuge seien in internationalem Luftraum unterwegs gewesen und hätten alles Recht dazu gehabt. Man werde dieses Recht weiter ausüben, und zwar "rund um die Welt".

Das US-Verteidigungsministerium sprach von einer "Demonstration der Entschlossenheit der USA" und einer "klaren Botschaft, dass der Präsident viele militärische Optionen hat, jegliche Bedrohung zurückzuschlagen".

Über dieses Thema berichteten am 25. September 2017 Deutschlandfunk um 18:00 Uhr und NDR Info um 18:15 Uhr jeweils in den Nachrichten.

Darstellung: