Kim Jong Un | Bildquelle: REUTERS

Angriffspläne zurückgestellt Kim will Trump "etwas länger" beobachten

Stand: 15.08.2017 14:20 Uhr

Neue Entwicklung in der Krise zwischen den USA und Nordkorea: Diktator Kim ließ sich zwar Angriffspläne zeigen - verzichtet aber offenbar vorerst auf einen Beschuss der US-Insel Guam. US-Verteidigungsminister Mattis warnte das Regime erneut.

Nordkorea hat seine Drohung mit einem Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam entschärft. Der Machthaber Kim Jong Un habe die Angriffspläne seiner Militärführung diskutiert und vorerst zurückgestellt, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Kim werde das Verhalten der USA "ein wenig länger" beobachten. 

Kim wurde laut Staatsmedien über militärische Pläne für einen Einsatz rund um das US-Außengebiet Guam informiert. Kim lobte die Pläne laut KNCA als "dicht und vorsichtig" - werde aber noch keine Entscheidung treffen.

Kim Jong Un | Bildquelle: REUTERS
galerie

Was plant Kim als nächstes? In den kommenden Tagen könnten angesichts des Gedenkens an das Weltkriegsende neue Provokationen anstehen.

"Arrogante Provokationen einstellen"

Die USA sollten zuerst die richtige Entscheidung treffen und die "arroganten Provokationen" einstellen, sagte Kim laut dem Bericht. Die USA sollten "durch ihre Handlungen zeigen, ob sie die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verringern und einen gefährlichen militärischen Zusammenstoß verhindern wollen". Kim habe das Militär angewiesen, jederzeit einsatzbereit zu sein, wenn er eine Entscheidung treffe, berichtete KCNA weiter.

Die nordkoreanischen Streitkräfte hatten in der vergangenen Woche erklärt, Pläne für einen möglichen Einsatz in der Nähe des US-Außengebiets Guam im Pazifik auszuarbeiten. Unter anderem sollten dabei vier ballistische Raketen eingesetzt werden, hieß es.

Mattis warnt vor Krieg

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte zuvor gesagt, dass ein nordkoreanischer Raketenangriff auf US-Gebiet Krieg bedeuten würde. Falls die Vereinigten Staaten eine Rakete entdeckten, die auf amerikanischen Boden zusteuere, würden die USA diese "beseitigen". Exakte Prognosen seien zur jetzigen Zeit wegen der volatilen Ereignisse nicht möglich, räumte der Verteidigungsminister ein. Außerdem wolle er die Planungen der USA nicht in Richtung Nordkorea weitergeben.

Falscher Alarm auf Guam

Auf Guam versetzte ein falscher Alarm die Menschen in Angst und Schrecken. Knapp eine halbe Stunde nach Mitternacht Ortszeit sendeten Radio- und Fernsehsender versehentlich eine Gefahrenwarnung, ohne aber genauere Informationen zu geben. Es sei "menschliches Versagen" gewesen, teilte der örtliche Sicherheitsberater George Charfauros bei Facebook mit. Zuvor war in einigen Orten auf der Insel zeitweise der Strom ausgefallen.

Südkorea für "absolut friedliche" Lösung

Weiteres Konfliktpotenzial bieten nun die kommenden Tage. Heute begehen beide koreanische Staaten den Jahrestag des Sieges gegen die japanischen Besatzer zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Staatsführung in Pjöngjang könnte dies für eine weitere Demonstration der Stärke nutzen. In der kommenden Woche sollen gemeinsame Militärmanöver der USA und Südkoreas beginnen, die Nordkorea als akute Bedrohung des Landes betrachtet.

Südkorea forderte eine "absolut friedliche" Lösung der Krise. Es könne keine militärischen Schritte der USA ohne das Einverständnis Südkoreas geben, sagte Präsident Moon Jae In in einer TV-Ansprache. Seine Regierung werde alles dafür tun, um einen Krieg auf der Koreanischen Halbinsel zu verhindern. Moon forderte Nordkorea zugleich auf, seine Provokationen einzustellen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Nordkorea entschärft Raketenpläne
tagesschau 12:00 Uhr, 15.08.2017, Uwe Schwering, ARD Tokio

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. August 2017 um 04:41 Uhr.

Darstellung: