Kim Jong Un und Donald Trump | Bildquelle: dpa

US-Präsident zu Nordkorea "Nordkorea soll sich am Riemen reißen"

Stand: 11.08.2017 05:55 Uhr

Die Feuer- und Zorn-Rede war deutlich - aber für US-Präsident Trump offenbar noch nicht deutlich genug. Nordkorea solle sich am Riemen reißen, mahnte er. In den USA findet seine Haltung Anhänger, weckt aber auch Erinnerungen an seinen Vorgänger.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Donald Trump legt nach seiner umstrittenen Feuer- und Zorn-Drohung gegen Nordkorea nach: "Vielleicht war das Statement nicht hart genug. Die haben uns schon seit Jahren so behandelt. Es war an der Zeit, dass mal einer für unsere Bürger und die anderer Länder aufsteht. Also vielleicht war das Statement noch nicht hart genug."

Sollte Kim Jong Un einen Angriff auf Guam unternehmen, würde die Reaktion ein ungekanntes Ausmaß haben, so der US-Präsident. Scharfe Worte in Richtung Pjöngjang. Michael Morrell, ehemaliger stellvertretender CIA-Direktor, kritisiert Trumps Rhetorik: "Solche Statements machen den Handlungsspielraum für den Präsidenten kleiner. In einer Zeit, wo er versuchen sollte seine Optionen zu vergrößern, verringert er sie. Er könnte den gleichen Fehler machen wie Obama mit seiner roten Linie in Sachen Syrien", warnt Morrell.

Trump warnt Nordkorea erneut
Morgenmagazin, 11.08.2017, Claudia Buckenmaier, ARD Washington

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"Das muss keine Krise sein"

Doch Donald Trump war in Fahrt - von Zurückhaltung oder Diplomatie keine Spur: "Unsere Bürger sind in Sicherheit und unsere Verbündeten auch. Aber Nordkorea sollte sich am Riemen reißen oder sie werden in Schwierigkeiten sein wie kaum ein anderes Land vor ihnen."

Das US-Atomwaffenarsenal sei in einer "Tip-Top-Verfassung" betonte Trump. Er will außerdem Milliarden in die Raketenabwehr-Systeme stecken. Gleichzeitig sagt der US-Präsident, dass er die Welt am liebsten denuklearisieren würde. Bis das erreicht sei, würden die USA die stärkste nuklear bewaffnete Nation der Erde sein. Präventivschlag, Reaktion auf einen Angriff oder Diplomatie - in den USA werden alle möglichen Optionen diskutiert. Susan Rice, Obamas Nationale Sicherheitsberaterin, sieht noch gute Chancen mit einem blauen Auge davon zu kommen: "Ich denke, wir haben eine große Herausforderung für unsere nationale Sicherheit. Das muss aber keine Krise sein, wenn wir das vorsichtig managen", glaubt sie.

Provokationen aus Pjöngjang
tagesthemen 22:15 Uhr, 10.08.2017, Uwe Schwering, ARD Tokio

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"Wenn es sein muss, gehen wir in den Krieg"

Trumps Drohungen sind in den USA umstritten. Der republikanische Senator John McCain kritisierte den US-Präsidenten deutlich für seine Feuer- und Zorn-Äußerungen. Lindsey Graham ist normalerweise auch eher im Lager der Trump-Kritiker zu finden. Doch in Sachen Nordkorea stellt er sich hinter den Präsidenten. Atomwaffenbestückte Raketen in den Händen von Kim Jong Un sind für den republikanischen Senator inakzeptabel: "Wenn wir es müssen, werden wir in den Krieg ziehen - und das will ich ganz und gar nicht. Aber wenn es sein muss, gehen wir in den Krieg."

Trump wird ungeduldig mit Pjöngjang. Er bezweifelt, dass die gerade erst beschlossenen UN-Sanktionen die gewünschten Erfolge bringen werden. Außerdem hofft er, dass China den Druck auf Nordkorea erhöht. Und während der Oberbefehlshaber mit Worten scharf in Richtung Pjöngjang schießt, gibt sich Verteidigungsminister James Mattis betont beschwichtigend: "Man kann sehen, dass bei uns die diplomatischen Bemühungen vorherrschen und Ergebnisse bringen. Mehr will ich nicht sagen. Die Tragödie eines Krieges ist wohlbekannt und muss nicht weiter beschrieben werden, außer dass es katastrophal wäre."

Der Gouverneur von Guam, wo rund 6000 US-Soldaten stationiert sind, gibt sich betont gelassen. Er sei besorgt wegen der Drohungen, aber müsse auch zusehen, dass die Menschen nicht in Panik geraten und deshalb wünscht er: "Viel Spaß am Strand."

Nordkorea-Konflikt: Trump eskaliert weiter
Martina Buttler, ARD Washington
11.08.2017 07:52 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 10. August 2017 um 22:15 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema am 11. August 2017 die tagesschau um 05:30 Uhr und das ARD-Morgenmagazin um 05:37 Uhr.

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