Südkoreanisches Fernsehen berichtet über den Raketentest | Bildquelle: AP

Nach Raketentest Nordkorea beschäftigt wieder die UN

Stand: 13.02.2017 07:27 Uhr

Auch der jüngste Raketentest Nordkoreas hat ein diplomatisches Nachspiel: Auf Antrag der USA, Japans und Südkoreas beschäftigt sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Vorgehen. Nordkoreas Staatsmedien sprachen derweil von einem "erfolgreichen" Test.

Nach dem jüngsten Test einer Mittelstreckenrakete in Nordkorea haben die USA, Japan und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert. Das Gremium beabsichtige, bereits am Nachmittag (Ortszeit) in New York zusammenzukommen, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf die US-Botschaft bei den Vereinten Nationen.

Zuvor hatte Nordkorea den Test als Erfolg gepriesen. Bei der "ballistischen Mittel-Langstrecken-Rakete Pukguksong-2" habe es sich um einen neuen Typ eines strategischen Waffensystems gehandelt, das am Sonntag erfolgreich getestet worden sei, berichteten die staatlichen Medien. Machthaber Kim Jong Un habe die Vorbereitungen für den Start der Boden-Boden-Rakete vor Ort selber geleitet. Die Rakete kann demnach einen atomaren Sprengkopf transportieren. Die Volksarmee könne ihre strategischen Pflichten jetzt "präziser und schneller an jedem Ort ausführen: unter Wasser oder auf dem Land". 

Trump bekundet Solidarität mit Japan

Nordkoreas Raketentest wurde international als Verstoß gegen UN-Resolutionen verurteilt, die dem kommunistischen Regime Raketenversuche unter Verwendung ballistischer Raketentechnik untersagen. Südkorea wertete den Test als eine Machtdemonstration gegenüber der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe, der zum Zeitpunkt des Tests gerade Trump in den USA besuchte, sagte, das Vorgehen Nordkoreas sei nicht zu tolerieren. Der US-Präsident erklärte, die USA stünden zu "100 Prozent" hinter dem Verbündeten Japan.

Nach Angaben des südkoreanischen Militärs war die Rakete nach dem Start im Westen Nordkoreas 500 Kilometer weit geflogen und dann ins Japanische Meer gestürzt. Südkorea ging davon aus, dass es sich um eine verbesserte Version einer nordkoreanischen Musudan-Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von bis zu 4000 Kilometern gehandelt haben könnte. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Februar 2017 um 09:00 Uhr.

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