Die Delegationsführer Nord- und Südkoreas geben sich bei den ersten Gesprächen seit zwei Jahren die Hand. | Bildquelle: dpa

Konflikt mit Südkorea Nordkorea kündigt Olympia-Delegation an

Stand: 09.01.2018 06:57 Uhr

Das erste Treffen nach zwei Jahren brachte Entspannung: Nordkorea hat angekündigt, eine Delegation zu den Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeongchang zu schicken. Im Gegenzug schlägt Südkorea Gespräche über humanitäre Fragen vor.

Bei ihren ersten Gesprächen seit mehr als zwei Jahren haben sich Nord- und Südkorea offenbar angenähert. Nordkorea habe angekündigt, eine hochrangige Delegation mit staatlichen Vertretern und Sportlern zu den Olympischen Winterspielen im Februar zu schicken, sagte der stellvertretende Wiedervereinigungsminister Südkoreas, Chun Hae Sung. Die Wettkämpfe finden im südkoreanischen Pyeongchang statt.

Nach Worten des Diplomaten schlug seine Regierung zudem Gespräche zwischen den Armeen beider Länder vor, um die Spannungen auf der Halbinsel zu verringern. Außerdem solle es im Februar zu einer Wiedervereinigung von Familien kommen, die durch den Koreakrieg getrennt worden waren.

Gespräche zwischen Nord- und Südkorea
tagesschau 09:00 Uhr, 09.01.2018, Uwe Schwering, ARD Tokio

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Erste formelle Verhandlungen seit 2015

Die ersten formellen Verhandlungen zwischen den koreanischen Staaten seit Dezember 2015 werden wegen des Atomkonflikts mit der Regierung in Pjöngjang aufmerksam verfolgt. Das Treffen fand im Grenzort Panmunjom statt, wo 1953 das Ende des Koreakriegs mit einem Waffenstillstandsabkommen besiegelt wurde. Weil es keinen Friedensvertrag gibt, befinden sich die beiden Staaten offiziell noch immer im Kriegszustand.

Die Delegation für den Norden führte der Chef des sogenannten Komitees für die friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes, Ri Son Gwon, teil. Der Süden wurde von Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon vertreten.

Konflikt zuletzt zugespitzt

In den vergangenen Monaten hatten die Spannungen wegen der Raketen- und Atomtests des Nordens zugenommen. So überzogen sich Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump mit Drohungen. Die USA sind die Schutzmacht Südkoreas und haben dort 28.500 Soldaten stationiert. Nordkorea hat immer wieder damit gedroht, Südkorea, Japan und die USA zu zerstören.

Über dieses Thema berichtete am 09. Januar 2018 die tagesschau um 05:30 Uhr, das ARD-Morgenmagazin um 05:37 Uhr sowie NDR Info um 06:45 Uhr.

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