Südkoreaner verfolgt TV-Bericht über nordkoreanischen Raketentest | Bildquelle: AFP

Nordkorea feuert Rakete ab Kim testet Trump

Stand: 12.02.2017 13:16 Uhr

Schon im vergangenen Jahr hatte Nordkorea mit Atomwaffen- und Raketentest Aufsehen erregt. Diese Politik scheint dieses Jahr weiterzugehen: Nach südkoreanischen Angaben testete das Land wieder eine Rakete - eine Provokation an die Adresse der neuen US-Regierung.

Nordkorea hat nach Angaben der südkoreanischen Regierung erneut eine ballistische Rakete getestet. Das Geschoss wurde am Sonntagmorgen von einem Stützpunkt im Westen des Landes ins Japanische Meer abgefeuert, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Die Rakete sei etwa 500 Kilometer weit geflogen und dann ins Meer gefallen. Es war der erste Abschuss einer nordkoreanischen Rakete seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump.


Nordkorea testet erneut Rakete
tagesschau 17:20 Uhr, 12.02.2017, Mario Schmidt, ARD Peking

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US-Militär sieht keine Gefahr für Nordamerika

Trump, Japans Regierungschef Shinzo Abe und Südkoreas amtierender Präsident Hwang Kyo Ahn verurteilten den Raketentest scharf. Auch die Europäische Union reagierte empört. Die "wiederholte Missachtung seiner internationalen Verpflichtungen ist provokativ und inakzeptabel", ließ die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini mitteilen. Das kommunistische Land setze sich damit über UN-Resolutionen hinweg. Sie werde in den kommenden Tagen mit den Außenministern von Partnerländern über eine Antwort auf den Teststart beraten. Laut südkoreanischem Militär handelt es sich wahrscheinlich um eine Mittelstreckenrakete vom Typ Musudan.

Nach Einschätzung des US-Militärs stellt eine solche Rakete keine Gefahr für Nordamerika dar. Es habe sich nicht um eine Interkontinentalrakete gehandelt, erklärte das Strategische US-Kommando, das für die Atomstreitkräfte verantwortlich ist. Die Reichweite des Geschosses sei für die USA selbst keine Bedrohung. Nordkoreas Staats- und Parteichef Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache erklärt, sein Land sei bereit für den Test einer Interkontinentalrakete, die das US-Festland erreichen könnte. Das US-Verteidigungsministerium hatte daraufhin den isolierten Staat eindringlich vor neuerlichen Provokationen gewarnt.

Abe: "Vollkommen unerträglich"

Trump sagte Japan die uneingeschränkte Unterstützung der USA zu. "Die Vereinigten Staaten von Amerika stehen hinter Japan, ihrem großen Verbündeten, zu hundert Prozent", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Abe in Florida. Abe, der sich zurzeit in den USA aufhält, verurteilte den Raketentest als "vollkommen unerträglich". Trump hatte bereits am Freitag ein Bekenntnis zur traditionellen Militärallianz mit Japan abgelegt.

Der amtierende südkoreanische Präsident Hwang, der seit der Suspendierung von Staatschefin Park Geun Hye deren Amtsgeschäfte führt, erklärte, Nordkorea werde für den Raketentest eine "entsprechende Strafe" erhalten. Das südkoreanische Verteidigungsministerium bezeichnete den Test als eine "Provokation, mit der die Reaktion der neuen US-Regierung" getestet werden solle. Nordkorea wolle mit seinem Atom- und Raketenprogramm "weltweite Aufmerksamkeit" auf sich ziehen.

Verstoß gegen mehrere UN-Resolutionen

Der neue US-Verteidigungsminister James Mattis hatte Anfang Februar bei einem Besuch in Seoul erklärt, jeder Einsatz von Atomwaffen durch Nordkorea würde eine "wirksame und überwältigende" Antwort der USA nach sich ziehen.

Nordkorea hatte im vergangenen Jahr mit zwei Atomwaffentests und einer Reihe von Raketentests die Weltgemeinschaft provoziert. Pjöngjang verstieß damit gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Südkorea vermutet, dass Nordkorea mit den Raketentests die Entwicklung ballistischer Interkontinentalraketen vorantreiben will, die mit Atomsprengköpfen bestückt die USA erreichen könnten.

Shinzo Abe und Donald Trump | Bildquelle: REUTERS
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Nordkorea wollte wohl ein Signal an Donald Trump senden. Dieser hat momentan den japanischen Premier Abe zu Gast.

Experten sind aber geteilter Meinung darüber, wie nah Nordkorea der Verwirklichung seiner atomaren Ziele ist, vor allem weil es bislang nie erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet hat. Nach US-Angaben ist das Land inzwischen in der Lage, Mittelstreckenraketen mit atomaren Sprengköpfen zu bestücken und abzufeuern.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. Februar 2017 um 09:00 Uhr.

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