Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un | Bildquelle: dpa

Nordkoreas Raketentest Neue Provokation, neue Drohkulisse

Stand: 29.07.2017 10:15 Uhr

Nordkorea hat mit einem erneuten Raketentest provoziert - und dies mit Verbalattacken in Richtung USA verbunden. Machthaber Kim erklärte, der Abschuss zeige die Fähigkeit, jederzeit auf das US-Festland schießen zu können. USA und UN verurteilten den Test.

Nordkorea setzt gegenüber seinem Erzrivalen USA weiter auf Provokation. Trotz massiver Warnungen testete Pjöngjang am Freitag erneut eine Interkontinentalrakete. Erst Anfang des Monats hatte Nordkorea verkündet, erstmals erfolgreich einen solchen Raketentyp getestet zu haben.

Beim jüngsten Abschuss sei eine Hwasong-14-Rakete in 47 Minuten 998 Kilometer in einer Höhe von mehr als 3700 Kilometern geflogen, berichtete die die nordkoreanische Staatsagentur KCNA. Machthaber Kim Jong Un habe den Test beaufsichtigt.

Kim drohte laut KCNA den USA mit einem Überraschungsangriff. Der Abschuss zeige, dass das Land die Fähigkeit habe, die Raketen auch jederzeit auf das gesamte US-Festland zu schießen. Der Test sei eine "ernste Warnung" an die USA, die mit Kriegsdrohungen und härteren Sanktionen sinnlos provozierten, so der nordkoreanische Machthaber.

Weltweite Kritik nach erneutem nordkoreanischem Raketentest
tagesschau 20:00 Uhr, 29.07.2017, Philipp Abresch, ARD Singapur

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"Rücksichtslose Aktion"

US-Präsident Donald Trump warf Pjöngjang eine "rücksichtslose und gefährliche Aktion" vor. Nordkoreas Streben nach Interkontinentalraketen isoliere das Regime weiter, schwäche seine Wirtschaft und schade seinem Volk. "Die Vereinigten Staaten werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Sicherheit des amerikanischen Vaterlands zu gewährleisten und unsere Verbündeten in der Region zu schützen."

Videostill vom angeblichen Raketenstart in Nordkorea | Bildquelle: dpa
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Das Standbild eines Videos des nordkoreanischen Fernsehsender KRT von Anfang Juli soll den mutmaßlichen Start einer Interkontinentalrakete mit hoher Reichweite vom Typ Hwasong-14 zeigen.

Als Reaktion auf den Raketentest haben die USA mit ihrem Verbündeten Südkorea ein Militärmanöver abgehalten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap wurden dabei ebenfalls Raketen erprobt. Mit dem Manöver solle gezeigt werden, dass man die Führung des Gegners präzise angreifen könne, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf die südkoreanischen Streitkräfte. Die USA bestätigten die Übungen. Sie hätten an der Ostküste Südkoreas stattgefunden.

UN kritisieren Verstoß gegen Resolutionen

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Test ebenfalls. "Das ist schon wieder eine offensichtliche Verletzung von Resolutionen des UN-Sicherheitsrats", sagte Guterres in New York. Er rief Nordkorea dazu auf, sich an seine Verpflichtungen zu halten und mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten.

Auch China und Japan protestieren aufs Schärfste gegen das Vorgehen Nordkoreas. Ministerpräsident Shinzo Abe berief eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats ein. "Wir werden die Information sofort analysieren und unser Äußerstes tun, um die Sicherheit des japanischen Volkes zu schützen", sagte er.

Tests in bislang nie dagewesener rascher Folge

Nordkorea hat wiederholt Raketen getestet und damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen (UN) verstoßen. Die internationalen Vereinbarungen verbieten es Nordkorea, Raketen zu entwickeln oder zu testen. Die UN haben deshalb Sanktionen gegen das Land verhängt. Dennoch hat die Führung in Pjöngjang vor allem seit Anfang vergangenen Jahres zahlreiche Raketen in bislang nie dagewesener rascher Folge getestet.

Auch zwei der insgesamt fünf Atomtests fanden in diesem Zeitraum statt. Das Ziel Nordkoreas ist es, eine Langstreckenrakete zu entwickeln, die mit einem Nuklearsprengkopf das US-Festland erreichen kann.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. Juli 2017 um 18:00 Uhr.

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