Kim Jong Un und Mike Pompeo auf einem vom Weißen Haus veröffentlichten, undatierten Bild. | Bildquelle: AFP

Pompeo in Pjöngjang Zum Frieden entschlossen

Stand: 09.05.2018 11:06 Uhr

US-Außenminister Pompeo soll auf seinem Nordkorea-Besuch den "Rahmen für einen erfolgreichen Gipfel" von Trump und Kim schaffen. Auch Japan, China und Südkorea senden positive Signale.

Mit "höchsten Vertretern" der nordkoreanischen Regierung hofft US-Außenamtschef Mike Pompeo in Pjöngjang zusammenzutreffen - ob er womöglich Staatschef Kim Jong Un trifft, konnte er auf dem Flug nach Korea noch nicht sagen. Bei seinem zweiten Besuch binnen weniger Wochen soll der inzwischen zum Außenminister beförderte Pompeo alle notwendigen Fragen klären, die dem geplanten Gipfeltreffen noch im Wege stehen.

Geht es nach dem Willen der USA, könnten Präsident Donald Trump und die Spitze des kommunistischen Regimes Ende Mai oder Anfang Juni persönlich zusammentreffen. Dafür will Pompeo auf seiner Visite nun den "Rahmen" schaffen: Die USA seien entschlossen, mit Nordkorea zusammenzuarbeiten, um Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu erreichen, sagte Pompeo bei seiner Ankunft in Pjöngjang.

Er unterstrich jedoch, dass die Sanktionen gegen das Land erst nach einer völligen nuklearen Abrüstung gelockert würden: Die USA wollten Fehler der Vergangenheit in diesem Punkt nicht wiederholen.

Hoffnung auf Freilassung inhaftierter US-Bürger

Kim hatte vor kurzem bei einem historischen Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In in Aussicht gestellt, sein Atomwaffenprogramm zu beenden. US-Präsident Trump sieht das Einlenken Nordkoreas als sein Verdienst an - der Direktor der nordkoreanischen Behörde für interkoreanische Beziehungen, Kim Yong Chol, erklärte hingegen während eines Mittagessens mit Pompeo, die nordkoreanische Politik sei kein Ergebnis der Sanktionen gegen das Land.

Pompeos Besuch nährt auch die Hoffnung, dass drei seit Jahren in Nordkorea inhaftierte US-Bürger in Kürze freigelassen werden könnten oder Pompeo sie sogar direkt mit nach Hause nehmen kann. "Ich denke, es wäre eine große Geste, wenn sie sich entschließen würden, das zu tun", erklärte Pompeo. Er kündigte an, die Frage anzusprechen, nachdem Kim in der Vergangenheit eine mögliche Freilassung bereits angedeutet hatte.

Zusammenarbeit im Konflikt mit Nordkorea
Uwe Schwering, ARD Peking , 09.05.2018, tagesschau 12:00 Uhr

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Japan, China und Südkorea wollen kooperieren

Die Aussicht auf eine Lösung des Atomstreits mit Nordkorea bringt auch drei Anrainerstaaten wieder näher zusammen, deren Beziehungen zuletzt stark angespannt waren: Erstmals seit etwa zweieinhalb Jahren trafen sich die Spitzen Japans, Südkoreas und Chinas in Tokio. Der chinesische Premier Li Kequiang, der südkoreanische Präsident Moon Jae In und Japans Regierungschef Shinzo Abe vereinbarten, zur Lösung des Atomstreits zu kooperieren. Wie die Zusammenarbeit konkret aussehen soll, drang jedoch nicht an die Öffentlichkeit.

Moon erklärte im Anschluss an das Treffen, eine Denuklearisierung Nordkoreas sei dafür notwendig. Zudem sei man sich einig, dass die Resolutionen der Vereinten Nationen umgesetzt werden müssten. Li begrüßte den diplomatischen Weg Washingtons und Pjöngjangs und versicherte, China werde alles tun, um eine atomare Abrüstung Nordkoreas zu ermöglichen. Beide Nationen plädierten zudem für eine wirtschaftliche Unterstützung Nordkoreas durch die internationale Gemeinschaft, falls eine Abrüstung gelingt. Sie brachten auch Eisenbahnprojekte ins Gespräch, die China und Südkorea mit einer Strecke durch Nordkorea verbinden könnten.

Japans Regierungschef Abe forderte zudem, es müsse eine Lösung für japanische Staatsbürger in nordkoreanischer Gefangenschaft geben. Noch vor wenigen Wochen hatte der rechtskonservative Premier das Versprechen Nordkoreas zu einer kompletten Denuklearisierung sehr zurückhaltend aufgenommen. Nun kündigte er an, sich nun auch sehr gern mit Kim Jong Un treffen zu wollen.

Mit Informationen von ARD-Korrespondentin Kathrin Erdmann.

Pompeo in Nordkorea und Dreiergipfel Japan
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
09.05.2018 10:56 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Mai 2018 um 10:00 Uhr.

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