Flugzeugträger USS Carl Vinson | Bildquelle: dpa

US-Trägerverband Nordkorea - im zweiten Versuch

Stand: 19.04.2017 08:13 Uhr

Eine "schlagkräftige Armada" sei auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel, hatte US-Präsident Trump angekündigt. Jetzt wurde bekannt: Die "Vinson" ist noch immer Tausende Kilometer weit entfernt. Trumps Vize Pence sendete eine deutliche Warnung an Nordkorea.

Mit ihren Flugzeugträger-Verbänden betreiben die USA eine Art moderne "Kanonenboot-Politik": Sie garantieren militärische Macht fernab der Vereinigten Staaten. Es überraschte daher nicht, dass auch auf neue Spannungen auf der koreanischen Halbinsel mit der Entsendung von Kriegsschiffen reagiert wurde.

Das US-Pazifikkommando teilte vor zehn Tagen mit, dass der Verband der "Carl Vinson" angewiesen worden sei, von Singapur aus in koreanische Gewässer aufzubrechen. Eine Übung mit der australischen Marine sei abgesagt. Der Träger und seine Begleitschiffe seien nun auf ihrem Weg Richtung Norden in den Westpazifik.

Die "Carl Vinson" durchfährt die Sundastraße zwischen den indonesischen Inseln Java und Sumatra. Die US Marine veröffentlichte diese Aufnahme am 15. April 2017. | Bildquelle: AFP
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Die "Carl Vinson" durchfährt die Sundastraße zwischen den indonesischen Inseln Java und Sumatra. Die US Marine veröffentlichte diese Aufnahme am 15. April 2017.

Eine "schlagkräftige Armada"

US-Präsident Donald Trump hatte dem TV-Sender Fox mit Blick auf Nordkorea gesagt: "Wir schicken eine Armada, sehr schlagkräftig." Zuvor hatte er im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm mehrfach mit einem militärischen Alleingang gedroht. Wann die Schiffe ankommen sollten, wollte ein Pentagon-Sprecher allerdings nicht sagen. Südkoreanische Medien rechneten mit dem Osterwochenende.

Mehr als 5000 Kilometer weit weg

Nun wurde allerdings bekannt, dass der Träger am Osterwochenende nicht einmal in der Nähe Koreas war. Ausgerechnet die Marine veröffentlichte ein Foto, das die "Carl Vinson" in der Sunda Straße vor Indonesien zeigte - dies ist mehr als 5000 Kilometer von der koreanischen Halbinsel entfernt.Es folgte die Korrektur aus dem Pentagon: Die "Carl Vinson", ein Kreuzer, zwei Lenkwaffenzerstörer und weitere Begleitschiffe werden sich "innerhalb der nächsten 24 Stunden" in Richtung der koreanischen Halbinsel in Bewegung setzen.

Offenbar hatte der Verband doch wie zunächst geplant mit der australischer Marine geübt. Die engere Zusammenarbeit mit Australien war Teil der Asien-Politik von Ex-Präsident Barack Obama, der den Einfluss Chinas eindämmen wollte. Es ist unklar, ob die spätere Verlegung der Schiffe auf eine Kommunikationspanne zurückgeht oder eine absichtliche Irreführung war. Lautes Säbelrasseln gehört schließlich zur Abschreckung hinzu.

Pence droht mit "überwältigender Reaktion" auf mögliche nordkoreanische Angriffe
tagesschau24 10:00 Uhr, 19.04.2017

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Nach Einschätzung von US-Vizepräsident Mike Pence ist Nordkorea "die gefährlichste und akuteste Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit" in der Asien-Pazifik-Region. In einer Rede an Bord des in Japan stationierten US-Flugzeugträgers "USS Ronald Reagan" warnte Pence Nordkorea, die USA würden jeden Angriff zerschlagen und jeglichen Einsatz von konventionellen oder atomaren Waffen mit einer "überwältigenden und wirksamen" Reaktion beantworten. Die USA würden stets nach Frieden streben. Unter US-Präsident Donald Trump aber stehe "das Schwert bereit", sagte Pence.

Zwischen den Gewässern vor der koreanischen Halbinsel und der Sunda Straße liegen mehr als 5000 Kilometer | Karte vergrößern

US-Flugzeugträger unterwegs in die falsche Richtung
R. Büllmann, ARD Washington
19.04.2017 09:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. April 2017 um 05:00 Uhr.

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