Südkoreas Präsident Moon | Bildquelle: AFP

Reaktion auf Nukleartest Südkorea will Nordkorea "vollständig" isolieren

Stand: 03.09.2017 14:02 Uhr

Der Atomwaffentest Nordkoreas alarmiert die Nachbarländer. Südkoreas Präsident Moon forderte die "schärfste Bestrafung" der Regierung in Pjöngjang und will das Land weiter isolieren. US-Präsident Trump nannte Nordkorea einen "Schurkenstaat".

Mit seinem angeblichen Test einer Wasserstoffbombe hat sich Nordkorea scharfer internationaler Kritik ausgesetzt. Südkorea verurteilte den Vorfall auf das Schärfste. Staatschef Moon Jae In forderte die "schärfste Bestrafung" der Regierung in Pjöngjang. Der UN-Sicherheitsrat müsse weitere Sanktionen verhängen, um Nordkorea "vollständig zu isolieren".

Moon kündigte auf einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats an, mit dem Verbündeten USA über die Entsendung der "stärksten strategischen Potenziale des US-Militärs" zu sprechen. Möglicherweise sind damit taktische Nuklearwaffen gemeint, die Washington 1991 aus Südkorea abgezogen hatte.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas als "sehr feindlich und gefährlich" für die USA. Nordkorea sei ein "Schurkenstaat" und Pjöngjang eine "große Bedrohung", schrieb Trump auf Twitter.

Merkel und Macron fordern härtere Sanktionen

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilten den Atomtest scharf und forderten härtere Sanktionen der EU gegen das isolierte Land. "Diese jüngste Provokation des Machthabers in Pjöngjang hat eine neue Dimension erreicht", heißt es in einer Erklärung, die die Bundesregierung nach einem Telefonat Merkels mit Macron veröffentlichte.

Beide seien sich einig, dass Nordkorea das internationale Recht mit Füßen trete und die Staatengemeinschaft auf diese erneute Eskalation geschlossen und entschieden reagieren müsse. Neben dem UN-Sicherheitsrat sei auch die Europäische Union gefragt.

Nordkorea meldet Wasserstoffbombentest
tagesschau 13:15 Uhr, 03.09.2017, Sascha Storfner, ARD Peking

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"Entschiedener Widerstand" aus Peking

Kritik kam auch aus China - das auf internationaler Ebene als letzter verbliebener Verbündeter Nordkoreas gilt: Ein Sprecher des Außenministeriums äußerte in Peking "den entschiedenen Widerstand" der chinesischen Regierung, die den Atomversuch "energisch verurteilt". Nordkorea solle aufhören, "falsche Aktionen zu unternehmen, die die Situation verschlimmern".

Zugleich forderte er Pjöngjang auf, sich an die Resolutionen der Vereinten Nationen zu halten und dem Willen der internationalen Gemeinschaft zu stellen, die eine koreanische Halbinsel ohne Atomwaffen anstrebe. Nordkorea solle an den Verhandlungstisch zurückkehren, hieß es in einer Mitteilung.

Sascha Storfner, ARD Peking, zum möglichen Wasserstoffbombentest
tagesschau 13:15 Uhr, 03.09.2017

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Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping erwähnte den Atomwaffentest allerdings mit keinem Wort, als er mit einer 50-minütigen Rede zur Lage in der Welt das Wirtschaftsforum des diesjährigen BRICS-Gipfels in der südostchinesischen Hafenstadt Xiamen eröffnete. Zu der Gruppe gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Kritik aus Japan, Russland und Frankreich

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sprach von einem völlig inakzeptablen Schritt. "Wir müssen eindringlich protestieren", sagte er. Das russische Außenministerium warf Nordkorea eine "demonstrative Missachtung" der Vorgaben des UN-Sicherheitsrats vor. Dies verdiene "die schärfste Verurteilung".

Japans Ministerpräsident Abe | Bildquelle: AP
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Japans Ministerpräsident Abe: Der Test verdiene die "schärfste Verurteilung".

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einer "Provokation", die eine "sehr feste" Reaktion der internationalen Gemeinschaft nach sich ziehen müsse. Nordkorea arbeitet derzeit offenbar daran, seine Bomben so zu verkleinern, dass sie als Sprengköpfe auf Interkontinentalraketen montiert werden können. Damit könnten sie auch die USA erreichen, die die Führung in Pjöngjang als ihren großen Feind sieht.

NATO verurteilt Atomtest

Die NATO verurteilte den Vorfall als offene Verletzung diverser Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. " Die NATO ist besorgt über Pjöngjangs destabilisierendes Verhaltensmuster, das eine Bedrohung der regionalen und internationalen Sicherheit darstellt", erklärte Generalsekretär Jens Stoltenberg. Nordkorea müsse sofort alle Atom- und Raketenprogramme nachprüfbar und unwiderruflich einstellen und den Dialog mit der Weltgemeinschaft wieder aufnehmen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. September 2017 um 12:00 Uhr.

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