Start einer nordkoreanischen Interkontinentalrakete | Bildquelle: dpa

Nordkorea zu neuen Sanktionen "Atomare Abschreckung nicht verhandelbar"

Stand: 07.08.2017 14:48 Uhr

"Gewalttätige Verletzung unserer Souveränität" - Nordkorea hat entschieden auf die neuen UN-Sanktionen reagiert. Die "atomare Abschreckung" werde vorangetrieben. Den USA drohte das Regime mit "größeren Maßnahmen", Washington solle sich nicht sicher fühlen.

Nordkorea will auch nach dem jüngsten Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats keine Abstriche an seinem Atomprogramm machen und gibt sich kampfbereit. Die Strafmaßnahmen wurden in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA als "gewalttätige Verletzung unserer Souveränität" verurteilt.

Die "atomare Abschreckung zur Selbstverteidigung" Nordkoreas stehe nicht zur Verhandlung, solange die USA das Land bedrohten, hieß es weiter. "Es gibt keinen größeren Fehler für die USA als zu glauben, dass ihr Land auf der anderen Seite des Ozeans sicher ist." Man sei bereits die Vereinigten Staaten mit "größeren Maßnahmen" zur Rechenschaft zu ziehen.

"Wenn Feinde glauben, dass Nordkorea durch Sanktionen verunsichert werden kann, handelt es sich um nichts anderes als eine Wahnvorstellung."

Nordkorea will an seinem Nuklearprogramm festhalten
tagesschau 20:00 Uhr, 07.08.2017, Philipp Abresch, ARD Singapur

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Nur ein Händeschütteln

Auch ein Verhandlungsangebot Südkoreas lehnte der nordkoreanische Außenminister Ri Hong Yo nach Darstellung Seouls ab. Ri habe bei einem kurzen Treffen in der philippinischen Hauptstadt Manila das Gesprächsangebot Seouls als "unaufrichtig" zurückgewiesen.

Es war das erste Mal seit dem Amtsantritt des neuen südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In, dass sich zwei Regierungsvertreter der beiden koreanischen Staaten auf Kabinettsebene trafen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, gaben sich die südkoreanische Chefdiplomatin Kang Kyung Wha und Ri immerhin die Hand. In Manila fand der ASEAN-Gipfel statt.

Moon denkt über neue Raketen nach

Der linksliberale Moon Jae In. | Bildquelle: AFP
galerie

Südkoreas Präsident Moon will die Verteidigungskapazitäten seines Landes erweitern.

Südkoreas Präsident Moon rief inzwischen dazu auf, maximalen Druck auf Nordkorea auszuüben. Das Regime müsse "auf den richtigen Pfad" geführt werden, sagte er in einem Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump. Das Ziel der neuen UN-Sanktionen gegen Nordkorea müsse jedoch es sein, das Land wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.

Moon schlug zudem vor, Südkoreas Verteidigungskapazitäten zu erweitern. Momentan sieht das militärische Abkommen mit den USA noch vor, dass Südkorea ballistische Raketen mit einer Sprengladung von 500 Kilogramm entwickeln dürfe. Moon forderte, die Obergrenze auf 1000 Kilogramm zu verdoppeln. Trump habe den Vorschlag positiv aufgenommen, erklärte ein Sprecher. 

Das Weiße Haus erklärte, beide Präsidenten hätten bekräftigt, dass Nordkorea eine ernsthafte und zunehmend wachsende Gefahr für die USA, Südkorea, Japan sowie die meisten Länder in der Welt sei. Die USA und Südkorea fühlten sich verpflichtet, die neue UN-Resolution in vollem Umfang umzusetzen.

Neue Sanktionen beschlossen

Am Samstag hatte das UN-Gremium scharfe Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Sie sollen der Regierung in Pjöngjang rund eine Milliarde Dollar (rund 843 Millionen Euro) an Einnahmen aus Exporten entziehen, das entspricht einem Drittel der Summe aller Ausfuhren aus Nordkorea. Der Exportbann betrifft Kohle, Stahl und Eisen, Blei, Fisch und Meeresfrüchte.

Mit dem Beschluss reagierte der Sicherheitsrat auf neue Raketentests Nordkoreas. Das Land hat seit 2006 Land zudem fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr.

Trotz bereits bestehender umfassender Sanktionen treibt Nordkorea seit Jahren sein Atomwaffenprogramm voran und schießt immer wieder Raketen zu Testzwecken ab, was ihm der Sicherheitsrat verboten hat.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. August 2017 um 11:00 Uhr.

Darstellung: