Videostill vom angeblichen Raketenstart in Nordkorea | Bildquelle: dpa

Nordkorea USA bestätigen Raketentest

Stand: 05.07.2017 03:39 Uhr

Neue Eskalation im Konflikt um Nordkorea: Die USA bestätigen den ersten Test einer ballistischen Interkontinentalrakete - und fordern härtere Sanktionen. Heute soll der UN-Sicherheitsrat in einer Sondersitzung über den Umgang mit dem Land diskutieren.

Die USA haben Nordkoreas Angaben zum Test einer ballistischen Interkontinentalrakete bestätigt. Washington verurteile den Abschuss der ballistischen Langstreckenrakete aufs Schärfste, erklärte Außenminister Rex Tillerson. Der Test stelle eine "neue Eskalation der Bedrohung für die Vereinigten Staaten, unsere Verbündeten und Partner, die Region und die Welt dar", sagte er.

Tillerson sprach sich für härtere Sanktionen gegen Nordkorea aus. Jedes Land, das nordkoreanische Arbeiter beschäftige, Nordkorea wirtschaftliche oder militärische Unterstützung gebe oder sich nicht an die Resolution des UN-Sicherheitsrats halte, unterstütze ein gefährliches Regime, erklärte er. Die USA würden nie ein Nordkorea mit Nuklearwaffen akzeptieren.

Raketenübungen in Südkorea

Auch UN-Generalsekretär António Guterres prangerte den Test als eine weitere "dreiste Verletzung" von UN-Sanktionen und als "gefährliche Eskalation" an. Auf Drängen der USA, Japan und Südkorea wurde für Mittwoch eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats einberufen.

Die USA und Südkorea reagierten auf den Test mit Raketenübungen in Südkorea. Soldaten der südkoreanischen Armee testeten ein Raketensystem und feuerten Geschosse in die Gewässer vor den eigenen Landesgrenzen, wie die US-Armee mitteilte.

Putin und Xi bilden Allianz vor dem G20-Gipfel
tagesthemen 22:15 Uhr, 04.07.2017, Golineh Atai, ARD Moskau

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Nordkorea hatte am Dienstag verkündet, es habe in einem "historischen Durchbruch" erfolgreich eine ballistische Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14 getestet. Diese sei in der Lage, "jeden Ort weltweit zu erreichen". Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, die Rakete könne mit einem "großen Atomsprengkopf" bestückt werden. Experten schließen nicht aus, dass das Geschoss den US-Bundesstaat Alaska erreichen könnte.

Test am US-Unabhängigkeitstag

Der Zeitpunkt des jüngsten Starts könnte als politisches Zeichen gedacht sein: Er erfolgte nach nordkoreanischer Ortszeit am US-Unabhängigkeitstag, wenige Tage nach dem ersten persönlichen Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae In sowie kurz vor dem Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg.

Die Führung in Pjöngjang arbeitet ungeachtet scharfer internationaler Proteste seit Jahren an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 04. Juli 2017 um 22:15 Uhr.

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